Der Bürgermeister informiert

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für die Unterbringung von ihm zugewiesenen Flüchtlingen hatte der Enzkreis in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Unterkünfte schaffen müssen. Aus diesem Grund wurden in vielen Kommunen des Landkreises durch den Enzkreis eigene Wohnanlagen in modularer Bauweise (Container) errichtet.

So auch in Kieselbronn auf dem gemeindeeigenen Grundstück in der Bahnholzstraße 42/1 vor dem Feuerwehrgerätehaus. Hier hat der Landkreis im Rahmen der so genannten vorläufigen Unterbringung die ihm vom Land Baden-Württemberg zugewiesenen Flüchtlinge untergebracht, welche dann später im Zuge der Anschlussunterbringung auf die Städte und Gemeinde des Kreises weiterverteilt wurden. Nachdem die Zahl der vom Kreis aufzunehmenden rückläufig war und deshalb eine Überkapazität an Unterkunftsplätzen gegeben war, hat der Landkreis zunächst angemietete Objekte aufgegeben und einige eigene Objekte, wie z. B. die Wohnanlage in Kieselbronn, zeitweise nicht belegt.

In der vergangenen Woche hat das Landratsamt Enzkreis die Gemeinde darüber informiert, dass aufgrund neuer Zuweisungen durch das Land Baden-Württemberg die derzeit leer­stehenden Unterkünfte im Eigentum des Kreises im Rahmen der vorläufigen Unterbringung wieder sukzessive belegt werden müssen. Deshalb werden in den nächsten Wochen wieder Personen in die Unterkunft in der Bahnholzstraße 42/1 einziehen. Nach Auskunft der Kreisverwaltung werden die dort vom Enzkreis untergebrachten Personen entsprechend der bisherigen Praxis auf die von der Gemeinde nach den gesetzlichen Vorgaben aufzu­nehmende Anzahl an Flüchtlingen (Anschlussunterbringung) angerechnet.

Ausbau der Bundesautobahn A 8 (Enztalquerung)
Folgen für die Ortsdurchfahrt Kieselbronn im Zusammenhang mit den anstehenden Vollsperrungen für die Brückenarbeiten

Während die bisherigen Vollsperrungen im Zusammenhang mit den bereits erfolgten Brückenarbeiten kaum Auswirkungen auf die Ortsdurchfahrt gehabt haben, wird sich dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach dem Abbruch der Brücke zwischen Kieselbronn und Eutingen ändern, da dann diese offizielle Umleitungsstrecke (U 28) wegfallen wird.

Die Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe haben über mögliche Auswirkungen des Ausweichverkehrs auf die umliegenden Kommunen bei einem Termin im Landratsamt Enzkreis informiert. Im Normalbetrieb gehen die Verantwortlichen davon aus, dass durch die Aufrechterhaltung von durchgängig vier Fahrspuren mit einer Breite von 3,50 m bzw. 3,25 m der Verkehr auch während der Baumaßnahme weitestgehend auf der Autobahn bleiben und sich nur bei unfallbedingten Vollsperrungen Ausweichstrecken suchen wird. Die offizielle Umleitungsstrecke während der Bauphase als Ersatz für die wegfallende U 28 wird aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wie Topographie und Streckenführung mit drei 90 Grad Kurven voraussichtlich nicht durch die Ortsdurchfahrt Kieselbronn führen. Die Erfahrung aber zeigt, dass trotzdem im Falle einer Vollsperrung der Autobahn mit Ausweichverkehr in der Ortsdurchfahrt zu rechnen ist. Viele Fahrzeugführer folgen leider nicht der Beschilderung, sondern fahren nach dem Navigationsgerät, das ihnen die kürzeste Strecke anzeigt. Zudem werden sich ortskundige Fahrer sehr wahrscheinlich ohnehin Strecken abseits der ausgeschilderten Umleitungsstrecke suchen.

Aufgrund der Vollsperrungen im Zusammenhang mit Brückenarbeiten und dem dadurch zu erwartenden sehr hohen Verkehrsaufkommen auch in der Ortsdurchfahrt Kieselbronn werden für die Dauer dieser Sperrungen verkehrsrechtliche Maßnahmen durch das zuständige Verkehrsamt des Landratsamts Enzkreis angeordnet werden müssen. Wie bereits das starke Verkehrsaufkommen in der Ortsdurchfahrt während der Sperrung der B 10 bei Niefern gezeigt hat, wird während dieser geplanten Vollsperrungen der Autobahn zur Gewährleistung des Verkehrsflusses in der Ortsdurchfahrt temporär ein absolutes Halteverbot in der Haupt­straße, Pforzheimer Straße und eventuell auch in der Bahnholz­straße unvermeidbar sein. Die betroffenen Anwohner werden während dieser Zeit ihre Fahrzeuge auf ihren Grundstücken oder in den umliegenden Straßen abstellen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Heiko Faber
Bürgermeister


Veröffentlicht am Mittwoch, 7. August 2019

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.