Rede von Bürgermeister Heiko Faber zum 40. Neujahrsempfang der Gemeinde am 6. Januar 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

ich heiße Sie im Namen der Gemeinde Kieselbronn und des Gemeinderats zum 40. Neujahrsempfang der Gemeinde Kieselbronn heute hier in der Festhalle alle auf das Herzlichste willkommen.

Ich freue mich, dass ich Sie nach der Bürgermeisterwahl im letzten Jahr heute hier wieder als Bürgermeister begrüßen darf.

Herzlichen Dank an unsere jungen Musiker, die sich für die musikalische Umrahmung des diesjährigen Neujahrsempfangs zusammengefunden haben. Bis auf eine Ausnahme kommen alle aus Kieselbronn. Ich freue mich schon jetzt darauf, im Laufe des Vormittags mehr von Euch zu hören.

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Mit diesem Gedicht von Wilhelm Busch begrüße ich Sie in diesem Jahr ganz herzlich am heutigen Morgen.

Ich freue mich über die Anwesenheit der Vertreter der Politik, der Kirchen, der Polizei, der örtlichen Banken, der Schulen, der Kindergärten, der Wirtschaft und der örtlichen Vereine und Organisationen sowie aller Gäste, die sich heute Vormittag Zeit für die Teilnahme am Neujahrsempfang genommen haben.

Besonders begrüße ich Bürgermeister a. D. Gerhard Drautz, der zusammen mit dem damaligen Gemeinderat die Tradition des Neujahrsempfangs in Kieselbronn im Jahr 1979 begründet hat. Der erste Neujahrsempfang, zu dem die Vorsitzenden der örtlichen Vereine und Organisationen eingeladen waren, fand damals um 10:30 Uhr im Rathaus statt.

Begrüßen und bedanken darf ich mich für sein Kommen und die freundliche Gabe am Eingang bei unserem Bezirksschornsteinfegermeister Stefan Böhringer.

Ich bitte um Nachsicht und denke Sie sind damit einverstanden, dass ich mit Blick auf die Zeit auf eine weitere namentliche Begrüßung verzichte. Sie dürfen aber sicher sein, jeder einzelne Gast ist uns wichtig und wir freuen uns deshalb ganz besonders über die Anwesenheit von Ihnen allen am heutigen Tag.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Gemeinde wünsche ich Ihnen jetzt nochmals ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2018. Und ganz besonders wünsche ich uns ein friedvolles Jahr.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

es ist gute Tradition, zum Jahreswechsel auf das abgelaufene Jahr zurückzublicken. Ich möchte an dieser Tradition festhalten und an besondere Ereignisse der 365 Tage des letzten Jahres in unserer Gemeinde erinnern.

Im der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes habe ich einen ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2017 aus Kieselbronner Sicht gegeben. Deshalb werde ich mich nachfolgend auf einige wenige Themen beschränken. Dabei versuche ich soweit möglich chronologisch vorzugehen.

Anfang des Jahres 2017 ist der vielfach erwartete Bildband „Kieselbronn“ eingetroffen. Es stellt eine gelungene Dokumentation unserer Gemeinde in der Gegenwart dar. Aus dem Erlös des Verkaufs wurden schöne Veranstaltungen mit dem Theater Pforzheim im Pflegeheim Bethanien und für die Grundschule Kieselbronn finanziert. Ein herzliches Dankeschön von dieser Stelle an die Fotografen und Initiatoren des Bildbands Tanja Schäffler, Dieter Eisenmann, Rolf Kugele, Markus Mall und Rudolf Mehl.

Sicherlich erinnern Sie sich noch an den herrenlosen Koffer bei der Flüchtlingsunterkunft in der Bahnholzstraße, der am 17. Januar 2017 für große Aufregung sorgte. Der Koffer führte zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes. Die Polizei hatte den Bereich um die Flüchtlingsunterkunft großräumig abgesperrt und einen Sicherheitsbereich definiert. Zusätzlich zur Unterkunft selbst wurden auch die innerhalb des Sicherheitsbereiches liegenden Wohngebäude evakuiert. Mit Unterstützung des DRK Ortsverein Kieselbronn wurden die evakuierten Personen in den warmen Räumlichkeiten des Kronenschulhauses untergebracht und dort betreut. Kurz vor 21:30 Uhr konnten die aus Stuttgart hinzugezogenen Entschärfer glücklicherweise Entwarnung geben. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen normalen Kleiderkoffer handelte, in dem sich lediglich verschiedene Winterkleidung befand.

Direkt nach dem Maifest begannen die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Walterstraße mit Erneuerung der Wasserleitung und der Kanalisation. Zudem wurden im Zuge dieser Arbeiten auch Leerrohre für eine mögliche Glaserfaserversorgung der dortigen Gebäude in der Zukunft mitverlegt. Die Arbeiten konnten Anfang November 2017 abgeschlossen werden. Am 20. November 2017 wurde die neugestaltete Straße im Beisein zahlreicher Grundstückseigentümer und Anwohner für den Verkehr freigegeben. Kleinere Restarbeiten, die witterungsbedingt nicht mehr ausgeführt werden konnten, werden im zeitigen Frühjahr erledigt.

Im letzten Jahr wurde die Autohalle abgebrochen. An dieser Stelle wird die Baugenossenschaft Arlinger ein Neubauprojekt mit zwei Gebäuden und Tiefgarage erichten. Mit dem Vorhaben konnte im letzten Jahr aufgrund des verzögerten Abbruchs wegen Schwalben am Gebäude sowie Erkenntnissen aus dem Baugrundgutachten, welche eine Überplanung insbesondere des Untergeschosses notwendig machten, nicht begonnen werden.  Der Vorsitzende der Baugenossenschaft Arlinger hat mir dieser Tage nochmals versichert, dass mit dem Bau im Frühjahr dieses Jahres begonnen werden solll. Die Bauzeit beträgt ca. ein Jahr. Danach wird im Gebäude an der Bahnholzstraße auch ein Café mit Außenbewirtschaftung und einer Verkaufsstelle für Backwaren der Pforzheimer Bäckerei Wiskandt einziehen.

Ein besonderes Highlight war für Jugendliche im Juni 2017 der Graffiti-Workshop unter Anleitung eines bekannten Graffiti-Künstlers aus Stuttgart. Dabei wurde unter anderem die Außenfassade des Jugendraums bei der Terrasse gestaltet und besprüht. Die Jugendreferentin Susanne Gorgs wird versuchen, im kommenden Jahr wieder ein Graffiti-Projekt mit Maximilian Frank anzubieten.

Das Thema Ausbau der Bundesautobahn A 8 (Enztalquerung) beschäftigte uns auch 2017. Ich habe an den Sitzungen des Projektbegleitkreises im Juni und November teilgenommen, bei denen die betroffenen Städte und Gemeinden regelmäßig über den geplanten Ablauf der Baumaßnahme informiert wurden. Darüber hinaus war der für den Ausbau der Enztalquerung zuständige Projektleiter beim Baureferat Süd des Regierungspräsidiums Karlsruhe am 18. Oktober 2017 in der Gemeinderatssitzung zu Gast. Dort hat er das Gremium und die interessierte Kieselbronner Öffentlichkeit über das Bauvorhaben und den geplanten Bauablauf informiert. Auf 4,8 km erfolgt ein 6-streifiger Ausbau zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Ost und Pforzheim-Nord. In diesem Abschnitt sind neben der Bahn-Brücke und der Brücke der Bundesstraße B10 drei weitere Brücken durch Neubauten zu ersetzen.

Von besonderer Bedeutung für Kieselbronn ist, dass die Brücke zwischen Kieselbronn und Pforzheim-Eutingen ab einem sehr frühen Zeitpunkt in der Bauphase im Jahr 2019 für nahezu die vollständige Bauzeit von rd. 5 Jahren nicht zur Verfügung stehen wird.

Nach dem derzeitigen Planungsstand soll die Bahnbrücke vorab im 4. Quartal 2018 erneuert werden. Hierzu ist eine Sperrung der Bahntrasse über vier Wochen mit der Bahn abgesprochen.

Auf der Autobahn selbst sollen die Arbeiten im zweiten Quartal 2019 starten. Während der Bauphase ist durch möglichst breite Fahrspuren auch im Baustellenbereich die Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der A 8 vorgesehen, um dem Ausweichverkehr auf die wenig leistungsfähigen Umleitungsstrecken vorzubeugen.

Dennoch wird Ausweichverkehr in umliegende Gemeinden nicht gänzlich zu verhindern sein. Dies dürfte man dann auch in Kieselbronn feststellen, insbesondere während der notwendigen Sperrungen der Anschlussstelle Pforzheim-Ost für jeweils 3 bis 5 Monate je Fahrtrichtung und der Vollsperrung der Autobahn für den Abbruch der Brückenbauwerke.

Durch die Bürgerinitiative „Leise A8“ wurde ein erweiterter Lärmschutz angeregt, der über die Festsetzungen im Planfeststellungsbeschluss hinausgeht. Erreicht werden könnte dies durch eine Erhöhung der vorgesehenen Erdwälle im Bereich Niefern-Öschelbronn und Pforzheim-Eutingen. Hierfür soll idealerweise das auf der Baustelle anfallende Erdmaterial verwendet werden. Das Regierungspräsidium Karlsruhe zeigte sich für eine solche Maßnahme aufgeschlossen, hat aber darauf hingewiesen, dass die Gemeinde Niefern-Öschelbronn und die Stadt Pforzheim über Bebauungsplanverfahren das Baurecht hierfür schaffen und auch die erforderlichen Grundstücke dafür zur Verfügung stellen müssen. Die Gemeinde Niefern-Öschelbronn hat für ihre Gemarkung bereits entsprechende Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Die Stadt Pforzheim hat mit den betreffenden Grundstücks­eigentümern Gespräche geführt und prüft die Machbarkeit und damit auch die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für das Vorhaben. Letztendlich ist hier eine Realisierung maßgeblich von der Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer der benötigten Grundstücke abhängig.

Am 24. September 2017 fand die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Bundesweit waren rd. 61,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. In der Gemeinde Kieselbronn waren 2.294 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. 1.915 Kieselbronnerinnen und Kieselbronner (83,5 %) machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Bei den Erststimmen erhielten Gunther Krichbaum (CDU) mit 34,7 % gefolgt von Katja Mast (SPD) mit 19,8 % und Waldemar Birkle (AfD) mit  16,5 % die meisten Stimmen.

Bis heute ist es den in den Bundestag gewählten Parteien nicht gelungen, sich auf eine mehrheitsfähige Regierungsbildung zu verständigen. Im Interesse unseres Landes hoffe ich sehr darauf, dass sich die Verantwortlichen über Weihnachten und den Jahreswechsel alle besinnen konnten und jetzt zügig eine tragfähige Regierung gebildet werden kann. Ein Scheitern und die damit verbundenen Neuwahlen wären aus meiner Sicht fatal.

Ende November konnten die Arbeiten zur Wiedernutzbarmachung des alten Teils des Schafhauses abgeschlossen werden. Hier steht der Gemeinde für die gesetzlich verpflichtende Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen der dringend benötigte Wohnraum zur Verfügung. Von Bund und Land erhält die Gemeinde Fördermittel in Höhe von rd. 212.000 €.

In Sachen Neubau der 380-kV-Leitung Birkenfeld – Pkt. Ötisheim hat der Vorhabenträger, die TransnetBW, vor Weihnachten informiert, dass beim Regierungspräsidium Karlsruhe, die erforderlichen Unterlagen für die Einleitung des Planfeststellungs-verfahrens eingereicht wurden. Die Vorzugsvariante des Vorhabenträgers hat dieser der Öffentlichkeit in Informations­materialien und auf dem letzten Bürger-Informationsmarkt am 30. Juni 2017 in Pforzheim detailliert vorgestellt. Die Unterlagen sehen als Pilotprojekt den Einsatz von Vollwandmasten in Kombination mit Stahlgittermasten vor. Insbesondere auf Gemarkung Kieselbronn sind diese Vollwandmasten vorgesehen, die in der Ausdehnung hinsichtlich Höhe und Breite deutlich geringer ausfallen als die ursprünglich geplanten Stahlgittermasten. Zudem erfordern diese Masten einen geringeren Eingriff in das Schutzgut Boden und das Eigentum Dritter. Der von der TransnetBW ursprünglich vorgestellte Zeitplan sah vor, die Antragsunterlagen beim Regierungspräsidium in der ersten Jahreshälfte 2017 einzureichen. Der jetzige Einreichungszeitpunkt lässt vermuten, dass sich der anvisierte Termin für die Inbetriebnahme der neuen Freileitung im Jahr 2019 wohl auch verschieben wird.

Der Piratenspielplatz beim Sportgelände Heinloch wurde im Dezember von den Mitarbeitern des Bauhofs demontiert. Das neue Spielgerät, das im Rahmen einer Umfrage ausgewählt wurde, wurde inzwischen von einem Fachbetrieb aufgebaut. Sobald es die Witterung erlaubt, werden die Mitarbeiter des Bauhofs die erforderlichen Restarbeiten erledigen und dann auch Hackschnitzel als Fallschutz ausbringen.

Am 3. Advent fand der 12. Kieselbronner Weihnachtsmarkt bei der Stephanuskirche statt. Dabei fungierten Bernd Theilmann und Wolfgang Wünsch letztmalig als Verantwortliche für diese Veranstaltung. Ihre Initiative und großes Engagement für den Kieselbronner Weihnachtsmarkt wurde im Rahmen der Eröffnung gewürdigt. Als Nachfolger werden künftig Ludger Koytek, Matthias Poppe und Florian Jerge für die Fortführung des Weihnachtsmarkts verantwortlich zeichnen. Die Vertreter der teilnehmenden Vereine und Organisationen haben in diesem Jahr aus dem Erlös der Vorjahre Spenden an den DRK Ortsverein Kieselbronn, den Honigtopf e.V., der die Kieselbronner Grundschüler außerhalb der Unterrichtszeiten betreut, und an die evangelische Kirchengemeinde für die Seniorenarbeit überreicht. Hierfür nochmals vielen Dank im Namen der Empfänger!

Kommen wir nun zum bereits begonnenen Jahr 2018, das auch wieder jede Menge Aufgaben und Arbeit für uns parat hält.

Im Kindergarten Sonnenschein im Reible laufen aktuell die Umbauarbeiten, um künftig im bisherigen Mehrzweckraum Betreuungsplätze für eine Kleingruppe zu schaffen. Ich freue mich, dass wir mit dem RRMSV Kieselbronn eine Lösung gefunden haben, damit der Kindergarten künftig dessen angemietete Räumlichkeiten für Bewegungsspiele etc. nutzen kann. Herzlichen Dank an den RRMSV Kieselbronn für die konstruktive Zusammenarbeit.

Im Zuge der laufenden städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Ortskern II“ stehen im kommenden Jahr zwei große Maßnahmen an. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibung für die Neugestaltung der Weiherstraße mit Erneuerung der Wasserver­sorgungsleitungen und soweit erforderlich der Kanalisation. Hier hat der Gemeinderat im Oktober 2017 nach einer vorherigen Bürgerinformationsveranstaltung den Ausbaustandard analog der bisherigen Optik im alten Ortskern festgelegt.

Als zweite Maßnahme steht die Sanierung und Modernisierung des Kindergarten Regenbogens sowie die Erweiterung um eine Betreuungsgruppe an. Hier wurde bereits eine Entwurfsplanung in Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung, der evangelischen Kirchengemeinde, erstellt. Aufgrund der zu erwartenden Baukosten von rd. 3 Millionen Euro wurde es zwingend erforderlich, die noch nicht vergebenen Architektenleistungen der Leistungsphasen 4 bis 9 öffentlich auszuschreiben. Die Terminplanung sieht die Vergabe an ein Büro am 7. Februar 2018 durch den Gemeinderat vor. Danach gilt es auf Basis der vorliegenden Entwurfsplanung zügig den Bauantrag einzureichen und die Ausführungsplanung sowie die Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke zu erstellen. Mit der Baumaßnahme soll nach der Sommerpause begonnen werden. Während der Bauzeit wird auf dem gemeindeeigenen Grundstück beim Sportgelände Heinloch (Eutinger Straße 11) ein Interimsbauwerk mit modularen Bauelementen errichtet. Bei planmäßigem Verlauf der Arbeiten könnte der Kindergarten im September/Oktober 2019 dann in die neuen Räumlichkeiten In den Essiggärten umziehen.

Die Mitglieder des Zweckverbands Breitband im Enzkreis, zu dem sich neben Kieselbronn weitere 24 Enzkreisgemeinden und der Landkreis zusammen­geschlossen haben, sind gefordert, in ihren jeweiligen Gremien über konkrete Maßnahmen in den einzelnen Gemeinden zu beraten und zu beschließen. Während die Gemeinde Kieselbronn nach dem Vectoring-Ausbau der Deutschen Telekom über deren Netz und dem Netz von Unitymedia (vormals KabelBW) flächendeckend derzeit noch recht gut versorgt ist, stellt sich die Situation in vielen anderen Gemeinden deutlich schlechter dar. Bei dem angestrebten langfristigen FTTB-Ausbau (Fiber to the Building) mit Glasfaser ins Gebäude gilt es daher auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und die Förderfähigkeit Prioritäten zu setzen. Denn dort wo die von der Bundesregierung als ausreichend erachteten Bandbreiten durch bestehende Angebote erreicht werden, ist ein geförderter Ausbau nicht möglich und derzeit wohl wirtschaftlich auch nicht sinnvoll. Bei diesem Thema bremsen wir uns in unserem Land mit einem kaum zu überbietenden Bürokratismus aus. Zudem sind die in den Förderrichtlinien als ausreichend erachteten Bandbreiten langfristig bei weitem nicht zukunftsfähig.

Neben den bereits erwähnten eigenen Bauvorhaben der Gemeinde sind weitere größere Maßnahmen Dritter in der Gemeinde geplant. Der TV Kieselbronn möchte nach einem einstimmigen Votum der Mitgliederversammlung auf seinem Gelände im Heinloch eine Gymnastikhalle erstellen. Für dieses ehrgeizige Projekt wird der Gemeinderat voraussichtlich in einer der kommenden Sitzungen das erforderliche Bebauungsplanverfahren einleiten.

Ein weiteres Bebauungsplanverfahren steht für den Bereich der Wohnsiedlung Reible an. Dort möchte die Baugenossenschaft Familienheim neben der alten Heizzentrale zwei ihrer alten Gebäudeblöcke abbrechen und die Flächen mit kleineren, modernen Wohngebäuden neu bebauen und damit dringend benötigten neuen Wohnraum schaffen und gleichzeitig das Gebiet städtebaulich und energetisch aufwerten. Angedacht sind in diesem Zusammenhang zur Unterbringung der Fahrzeuge auch zwei große Tiefgaragen.

Die Maßnahmen zur Durchführung der Eigenkontrollverordnung für die Kanalisation ist bereits auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat hat hierfür ein Ingenieurbüro beauftragt, das die Ausschreibung der TV-Befahrung aller Kanalleitungen in der Gemeinde, immerhin rd. 25 km, vorbereitet, diese dann auch überwacht und auswertet. In der Folge können je nach festgestellter Schadenslage erhebliche Investitionen im Abwasserbereich erforderlich werden, wie jüngst ein Beispiel aus einer anderen Enzkreisgemeinde gezeigt hat.

Im Bereich Wasserversorgung wurde ebenfalls ein ausgewiesenes Fachbüro mit verschiedenen Aufträgen betraut. Hier geht es zum einen um die Ursachenforschung der aufgetretenen Druckschwankungen und mögliche kurzfristigen Lösungsansätze. Grundlage hierfür bilden bereits durchgeführte Druckmessungen im Netz und eine umfassende Rohrnetzberechnung. Aufbauend darauf sollen Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der Druckschwankungen aufgezeigt werden, die dann im Idealfall in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Pforzheim und der Bodensee Wasserversorgung umgesetzt werden können. Von noch grundsätz­licherer Bedeutung ist ein vom Land bezuschusstes Strukturgutachten, welches die gesamte Wasserversorgung und die Versorgungssicherheit der Gemeinde Kieselbronn im Focus hat, künftige Erweiterungen z. B. im Bereich Hundsbaum berücksichtigt und auch Aussagen zu dem Volumen der Wasserbehälter im Wasserturm im Verhältnis zum Wasserbedarf im Ort macht. Auch hieraus könnte sich ein Handlungsbedarf ergeben, welcher größere Investitionen nach sich zieht.

Um die Versorgungssicherheit der Region gewährleisten zu können, wird der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung im kommenden Jahr die Nebenleitung Kämpfelbach, über die die Gemeinden Kieselbronn, Neulingen, Ispringen, Kämpfelbach und Königsbach-Stein mit Trinkwasser aus dem Bodensee versorgt werden, weiter erneuern. Die Gesamtmaßnahme soll 2018 mit der Erneuerung des letzten Leitungsabschnitts auf den Gemarkungen Kieselbronn und Enzberg abgeschlossen werden.

Wie bereits erwähnt wird uns das Planfeststellungsverfahren für den Neubau der 380-kV-Leitung Birkenfeld – Pkt. Ötisheim im kommenden Jahr stark beschäftigen. Im Rahmen dieses Verfahrens müssen wir darauf achten, dass die Zusagen hinsichtlich des Abstandes der Vorzugstrasse zum Kindergarten Reible und die zugesagten Vollwandmasten auf Gemarkung Kieselbronn im Planfeststellungsbeschluss Bestand haben. Bei unterschiedlichen Interessenslagen der Betroffenen ist dies keinesfalls gesichert. So hat die Stadt Pforzheim beispielsweise bereits Widerstand gegen die Trassenführung südlich der Bundesautobahn A 8 angekündigt. Maßgeblich für die endgültige Entscheidung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe sind im Verfahren mit großer Wahrscheinlichkeit insbesondere die zahlreichen Fachgutachten zu den einzelnen Schutzgütern.

Wir hoffen, dass wir nach der Verzögerung, welche vom Land Baden-Württemberg und vom Rechenzentrum zu vertreten war, noch zum Ende dieses Jahres den EDV-Raum in der Grundschule in Betrieb nehmen können und wir nicht nochmals vertröstet werden.

Darüber hinaus wurden vom Gemeinderat Mittel moderne Medien- und Präsentationstechnik für die Grundschule bewilligt. Damit wird unsere Schule fit für die Zukunft gemacht.

Gemeinsam mit unseren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hoffen wir auf die Auslieferung und Übergabe des dringend notwendigen neuen Feuerwehrfahrzeugs TSF-W im Sommer dieses Jahres.

Beim Spielplatz in der Wohnsiedlung im Reible muss das alte Klettergerüst neben der ehemaligen Schule, das noch aus den Zeiten der Amerikaner stammt, ersetzt werden. Hier hat uns ein Wunsch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen erreicht, die sich hier einen Fitnesspark wünschen. Dabei handelt es sich um öffentlich zugängliche Sportgeräte, an denen man überwiegend mit dem eigenen Körpergewicht Kraftübungen durchführen kann. Über diese aus meiner Sicht durchaus interessante Idee wird der Gemeinderat im Rahmen der Beratungen über den Haushaltsplan diskutieren.

Unter Berücksichtig­ung eines moderaten Zugangs von Flüchtlingen in den Enzkreis von 600 Personen pro Jahr gehen wir derzeit bis Ende 2018 von einem Flüchtlingsanteil in Höhe von rund 1,7 % bezogen auf die Einwohnerzahl aus.

Wenn die Unterkunft des Landkreises in der Bahnholzstraße von diesem entsprechend belegt wird und uns diese Personen auf die Quote angerechnet werden, dürfte der geschaffene Wohnraum im Schafhaus über 2018 hinaus ausreichen.

Da wir aber auch über diesen Zeitpunkt hinaus mit der Zuweisung von Flüchtlingen rechnen müssen, benötigen wir weiter Wohnraum, um die gesetzlich verpflichtende Unterbringung von Flüchtlingen gewährleisten zu können.

Ab diesem Jahr teilt sich die Gemeinde Kieselbronn mit zwei weiteren Gemeinden einen so genannten Integrationsmanager, der vom Bund für die Dauer von zwei Jahren finanziert wird. Der Manager soll die Flüchtlinge u. a. bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und nach eigenem Wohnraum unterstützen.

Dieser Ausblick macht deutlich, dass auch 2018 ein arbeitsreiches Jahr werden wird.

Auch in diesem Jahr haben wir die Jugendlichen unserer Gemeinde, die hier mit Hauptwohn­sitz gemeldet sind und die zwischen dem Neujahrsempfang des letzten Jahres und der heutigen Veran­staltung 18 Jahre alt geworden sind, zur heutigen Veranstaltung eingeladen.

Mit der erreichten Volljährigkeit beginnt für Euch ein neuer, spannender Lebensabschnitt. Es ergeben sich für Euch nicht nur eine Vielzahl von Rechten. Vieles wird nun vielleicht etwas ernster im Leben, gilt es doch in diesem Alter auch die Weichen für den weiteren Lebensweg und für ein erfolgreiches Berufsleben zu stellen.

Zum heutigen Termin wurden 31 Personen des Geburtsjahrgangs 1999 eingeladen. Ich freue mich sehr darüber, dass wir heute von diesem Jahrgang doch eine größere Anzahl an Gästen begrüßen können.

Wir dürfen uns freuen über die Anwesenheit von:
- Kassandra Höll
- Miriam Meyer
- Jonathan Müller
- Max Rehmann
- Luzie Sauter
- Liska Schwager
- Luca Wacker
- Pauline Wiederrecht
- Manuel Wörner

Es ist schön, dass Ihr Euch für eine aus Eurer Sicht vielleicht doch eher etwas konservative Veranstaltung Zeit genommen habt und heute hier seid. Als Dankeschön dafür möchte ich Euch ein kleines Präsent überreichen.

Wie in den Vorjahren haben auch 2017 zahlreiche Personen aus unserer Mitte oder Mitglieder unserer Vereine und Organisationen Erfolge erzielt, welche die veröffentlichten Vorgaben für eine Ehrung im Rahmen des Neujahrsempfangs erfüllen.

Diese großartigen Leistungen des letzten Jahres wollen wir jetzt nochmals kurz in Erinnerung rufen und diese damit würdigen und den erfolgreichen Personen unsere Anerkennung aussprechen.

Die Ringtennisspieler des TV Kieselbronn konnten sich bei den Deutschen Meisterschaften im September 2017 in Neuwied wieder einmal beachtliche Platzierungen erspielen. Zu den erfolgreichen Ringtennissportler gehören:

  • Kilian Reichel (entschuldigt) und Till Märtens erreichten den 3. Platz im Doppel bei der Jugend männlich 15-18.
  • Quentin und Vincent Reichel erreichten den 3. Platz bei der Jugend männlich 11-14 im Doppel und den Meistertitel im in der gleichen Altersgruppe im Doppel WTF System.

Vincent Reichel wurde zudem im Einzel der Jugend männlich 11-14 Deutsche Vize-Meister.

  • Im Doppel der Frauen 30 erreichten Carina Mezger und Ulrike Schmied den 3. Platz. Mit ihren männlichen Partnern waren sie darüber hinaus auch im Mixed 40 erfolgreich. Carina Mezger erreichte hier gemeinsam mit Achim Schmied den 3. Platz. Ulrike Schmied wurde mit Martin Stalp Deutscher Vize-Meister im Mixed 40.
  • Im Doppel der Männer wurden Achim Schmied und Martin Stalp Deutsche Vizemeister. Wie bereits erwähnt, waren die beiden auch im Mixed 40 mit ihren jeweiligen Partnerinnen erfolgreich. Achim Schmied erreichte hier mit Carina Mezger den 3. Platz. Martin Stalp wurde auch hier mit Ulrike Schmied Deutscher Vizemeister.
  • Den 3. Platz bei den Frauen 30 im Einzel erspielte sich Britt Abrecht
  • Deutscher Vize-Meister im Einzel der Männer wurde Timo Hufnagel.
  • Rainer Hufnagel wurde im Einzel der Männer 50 zum wiederholten Male Deutscher Meister. Mit seinem Doppelpartner erspielte er sich zudem bei den Männern 40 den 3. Platz.
  • Maßgeblich mitverantwortlich für diese großartigen Erfolge sind als Übungsleiter der Ringtennisabteilung Rainer Hufnagel, Timo Hufnagel und Julia Wagner

Herausragende Erfolge gab es 2017 auch bei den Rollkunstläuferinnen des RRMSV Kieselbronn:

  • Kim Friede

Sie erreichte den 1. Platz im Einerlauf Fortgeschrittene F1 bei den Landesmeisterschaften in Wilhelmsfeld

  • Marie Suedes

Sie erreichte bei den Deutschen Meisterschaften in Nattheim den 1. Platz im Pflichtwettbewerb und den 3. Platz im Kombinationswettbewerb jeweils in der Meisterklasse Damen

  • Saskia Missoum

Sie erreichte bei den Süddeutschen Meisterschaften in Freiburg den 1. Platz im Kürwettbewerb und den 2. Platz im Kombinationswettbewerb.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Nattheim fuhr sie auf den 1. Platz des Kür- und Kombinationswettbewerbs im Einerlauf und den den 3. Platz im Pflichtwettbewerb jeweils in der Meisterklasse Elite.

Beim internationalen Interlandcup in Frankreich erreichte sie debn 2. Platz im Kürwettbewerb.

Vom Trainerteam, das die erfolgreichen Rollkunstläuferinnen betreut, sind heute Martina Katzer und Sandra Bischoff anwesend.

Die 3. Mannschaft der Tischtennis-Abteilung des TV Kieselbronn wurde in der Kreisklasse A2 mit einem Punkteverhältnis von 25:3 Meister. Damit verbunden ist auch der Aufstieg in die nächst höhere Klasse.

Der erfolgreichen Meistermannschaft gehören an:

  • Simon Anthoni
  • Thomas Beck
  • Martin Jentner
  • Markus Kiefer
  • Bernd Link
  • Klaus  Dingler

 

Besondere Erfolge hat auch die überaus sportliche Kieselbronner Familie Tepe im zurückliegenden Jahr erreicht.

Kevin Tepe startet für die TSG Niefern und wurde in Löffingen mit seinem Team Badischer Mannschaftsmeister U18 und dazu Badischer Meister in der 4 x 100 m Staffel in Walldorf.

Weitere Erfolge waren der 3. Platz bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften in der 4x200 m Staffel in Frankfurt und der 7. Plätze bei den BW-Meisterschaften über 800 m in Heilbronn und den Süddeutschen Meisterschaften über 1.500 m in Wetzlar. Über die Distanz von 1.500 m erreichte er bei den Deutschen Meisterschaften den 8. Platz.

Torben Tepe startet ebenfalls für die TSG Niefern und wurde in Löffingen mit seinem Team Badischer Mannschaftsmeister U 18. Dazu erreichte er 3. Plätze bei den badischen Blockmeisterschaften in Langensteinbach und über 800 m bei den badischen Meisterschaften in Zell am Harmersbach. Dort wurde er auch 6. im 100 m-Lauf.

In Mannheim erreichte er bei den Badischen Hallenmeisterschaften über 60 m und über 800 m jeweils den 5. Platz.

Außerdem wurde er noch Kreismeister über 3.000 m, im Hochsprung, im Weitsprung, über 800 und 300 m, im Waldlauf und im Block sowie mit der 3 x 1000 m Staffel der TSG Niefern.

Britta Tepe wurde in Stuttgart Baden-Württembergische Meisterin über 800 m Freistil. Den gleichen Titel erschwamm sie sich in Leimen mit ihren Teamkolleginnen der SSG Pforzheim in der Staffel 4x50 m Lagen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Wetzlar erreichte sie mit der SSG Pforzheim in der Staffel 4x200 m Brust den 2. Platz und 4x200 m Freistil den 3. Platz. Bei den Deutschen Meisterschaften in Magdeburg waren es der 2. Platz mit der Staffel 4x100 Freistil und der 3. Platz mit der Staffel 4x50 m Freistil. Dazu erreichte Sie bein den Weltmeisterschaften in Budapest über 400 m und 800 m Freistil den 18. bzw. 19. Platz.



Sehr verehrte Gäste,

die Veranstaltung am heutigen Vormittag bildet auch den würdigen und feierlichen Rahmen, um den freiwilligen Blutspendern öffentlichkeitswirksam für ihre langjährige Spendenbereit­schaft Dank zu sagen. Ich freue mich, dass ich heute gemeinsam mit den Vertretern des DRK Ortsverein Kieselbronn für Ihre Spendenbereitschaft danken darf.

Für jeweils 10 Blutspenden erhält heute die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz

  • Petra und Volker Stöhrer

Für 50 Blutspenden erhält die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 50

  • Joachim Killinger

Für großartige/sagenhafte 100 Blutspenden erhält die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 100

  • Dieter Augenstein

Ich danke den geehrten Blutspender auch im  Namen des DRK Ortsverein Kieselbronn für die geleisteten Spenden, mit denen sie einen ganz wichtigen Beitrag geleistet, um Leben zu retten. Damit verbinde ich die große Hoffnung, dass durch diese positiven Beispiele auch andere für das Thema Blutspenden sensibilisiert werden. Es wäre schön, wenn die regelmäßigen Blutspendeaktionen des DRK Ortsverein Kieselbronn in Kieselbronn und Dürrn für die Abgabe von Blutspenden etwas mehr Zuspruch erfahren würden. Ich denke dabei besonders an unsere jungen Gäste des Jahrgangs 1999 als potentielle Erstspender!

Die Einrichtung einer Freiwilligen Feuerwehr ist eine gesetzlich verpflichtende Aufgabe für die Gemeinde. Hierbei handelt es sich um die einzige kommunale Pflichtaufgabe, die auf dem Ehrenamt basiert. Ich bin froh und stolz darauf, dass wir in Kieselbronn eine überaus leistungsfähige und gut ausgebildete Wehr mit zukunftsfähiger Altersstruktur haben. Auch wenn die Bevölkerung erwartet, dass die Feuerwehr kommt, wenn man sie ruft und braucht, ist der ehrenamtliche Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr mit den damit verbundenen Fachaus­bildungen nun mal eben keine Selbstverständlichkeit. Das sollte uns allen immer wieder bewusst sein! Deshalb freue ich mich, dass ich mich heute im Rahmen des Neujahrsempfangs stellvertretend bei einigen Kameraden für deren langjährigen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn und damit für die Sicherheit der Kieselbronner Bevölkerung öffentlich bedanken kann.

Bei der Hauptversammlung im Dezember 2017 wurden geehrt:

Horst Dauth für 55 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn

Hans Streib für 65 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn

Berthold Theilmann  für 65 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn

Trotz Ihres recht jungen Alters können Sven Breusch und Matthias Poppe bereits auf eine langjährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn zurückblicken. Vom Land Baden-Württemberg wurden beide für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet.

Ihnen allen herzlichen Dank für Ihren langjährigen Einsatz.

Bei Hauptversammlung unserer Freiwilligen Feuerwehr am 1. Dezember 2017 wurden Kommandant Matthias Poppe und sein Stellvertreter Felix Reimer von ihren Kameraden mit großer Mehrheit in ihren verantwortungsvollen Ämtern bestätigt. Die Wahl wurde vom Gemeinderat nach den gesetzlichen Vorschriften in der Sitzung am 20. Dezember 2017 bestätigt.

Ich freue mich daher, dass ich Sie, Herr Poppe, heute im Rahmen des Neujahrsempfangs formell bis zur nächsten turnusmäßigen Wahl zum Kommandanten unserer Freiwilligen Feuerwehr bestellen und Ihnen jetzt die dazugehörige Urkunde überreichen darf.

Das Kieselbronner Kinderferienprogramm gibt es seit 2006 ohne Unterbrechung. Die Idee dazu hatten damals Petra Meyer und Almut Wiederrecht, die dann auch für 7 Jahre die Organisation übernommen hatten.

Von 2013 an zeichneten dafür Silvia Afschar und Susanne Frick für die Ferienaktion verantwortlich.

Nachdem die eigenen Kinder der Zielgruppe des Ferienprogramms entwachsen sind, haben sich Silvia Afschar und Susanne Frick dazu entschlossen, ab diesem Jahr den Stab weiterzureichen. Mit Yvonne Keber konnte eine engagierte junge Mutter für die Nachfolge gefunden werden. Es wird jedoch noch dringend eine 2. Person gesucht, die hier mitwirkt. Vielleicht fühlt sich ja heute jemand angesprochen!

Im Namen der Gemeinde Kieselbronn danke ich Silvia Afschar und Susanne Frick für ihr 5-jähriges erfolgreiches Engagement für das Kieselbronner Ferienprogramm.

Wenn ich das vergangene Jahr Revue passieren lasse, so ist es mir wichtig, Ihnen meine persönliche Verbundenheit und Dankbarkeit für die Wertschätzung und das entgegengebrachte Vertrauen zum Ausdruck zu bringen. Dabei denke ich vor allem an die vielen freundlichen Begegnungen und konstruktiven Gespräche im Alltag mit Ihnen allen. Das gab und gibt mir viel für meine tägliche Arbeit.

Ich mag es mir gar nicht vorstellen, wie unsere Gesellschaft aussehen würde, wenn es nicht so viele tragende Säulen gäbe, auf die wir noch immer verlässlich bauen können. Dazu zähle ich nach wie vor die Familie, auch wenn es dort vor allem in Bezug auf die Erziehung heute häufiger Defizite gibt als uns lieb ist. Dazu gehören beispielsweise auch unsere Wirtschaft, unsere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, unsere Vereine und Institutionen sowie die Kirchen. Und natürlich gehören die vielen ehrenamtlich Tätigen dazu. Sie alle tragen mit Ihrem Hinzutun, ihrer Wertevermittlung und der Pflege des Miteinanders wesentlich dazu bei, dass unser Gemeinwesen in Kieselbronn funktioniert, liebens- und lebenswert ist. Hierfür danke ich im Namen der Gemeinde Kieselbronn wie auch persönlich ganz herzlich allen diesen Akteuren.

Mit Sorge aber betrachte ich den zunehmend aufkommenden Werteverfall und den Verfall der guten Sitten in unserer Gesellschaft. Gegenseitiger Respekt, Toleranz anderen gegenüber und Hilfsbereitschaft sind Grundwerte, die uns immer ausgezeichnet und vor allem auch als Gesellschaft erfolgreich gemacht haben. Deshalb bitte ich jeden Einzelnen von Ihnen darum, daran mitzuarbeiten und mitzuhelfen, dass diese negative Entwicklung bei uns in Kieselbronn nicht auf einen allzu fruchtbaren Boden fällt.

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde für deren großen Einsatz und für ihr Engagement im vergangenen Jahr.

Meinen Dank richte ich auch an die Damen und Herren des Gemeinderats für die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und ganz besonders für den Umgang und die immer faire und angenehme Atmosphäre am Ratstisch und auch darüber hinaus.

Besonders bedanken möchte ich mich bei den Mitarbeitern, die zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der heutigen Veranstaltung betraut waren. Herzlichen Dank an Sie Frau Weindorf, an Sie Frau Pfisterer und an Sie Herr Werner.

Zum Abschluss danke ich unseren Musikern für die musikalische Umrahmung des heutigen Vormittags. Die Musikstücke haben sie extra für heute einstudiert. Es ist schön zu sehen bzw. zu hören, wenn talentierte junge Menschen musizieren. Sie haben die Stücke extra für heute einstudiert. Dafür herzlichen Dank an:

  • Luzie Sauter
  • Ronja Katz
  • Simon Fritz
  • Marie Korn
  • Magdalena Glimpel
  • Jonathan Müller
  • David Mall
  • Sophia Mall

Schließen möchte ich meine Ausführungen mit den Worten von Albert Einstein, die durchaus ein guter Rat für weniger Probleme im Jahr 2018 für jeden Einzelnen von uns sein können:

Halte dich fern von negativen Menschen, Sie haben immer ein Problem für deine Lösung parat

Sehr verehrte Gäste,

halten Sie es wie Albert Einstein und kommen Sie gut durch das Jahr 2018. Tragen Sie bitte durch Ihre wertvolle Arbeit und Ihr Tun weiter dazu bei, dass wir in Kieselbronn auch im kommenden Jahr und darüber hinaus gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft blicken können!

Machen wir uns auch 2018 miteinander füreinander auf den Weg! Seien wir offen für das, was kommt!

Im Anschluss an das folgende Musikstück lade ich Sie nun im Namen der Gemeinde herzlich ein, gemeinsam auf das Jahr 2018 anzustoßen und noch einige Zeit bei interessanten und kurzweiligen Gesprächen hier in der Festhalle zu verbringen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Fotos: Dieter Eisenmann und Manfred Schott


Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Januar 2018

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