Rede von Bürgermeister Heiko Faber zum 41. Neujahrsempfang der Gemeinde am 6. Januar 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

ich heiße Sie an diesem Morgen im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats zum 41. Neujahrsempfang der Gemeinde alle auf das Herzlichste in unserer Festhalle willkommen.

Ich bedanke mich bei der Band „Save Play“ mit jungen Musikern aus Kieselbronn und einer Musikerin aus Göbrichen für die schwungvolle Begrüßung und Eröffnung des diesjährigen Neujahrsempfangs. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Stücke, die Ihr für uns ausgesucht habt.

„Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück.“

Mit diesem Zitat von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue begrüße ich Sie in diesem Jahr nochmals ganz herzlich.

Ich freue mich sehr über die Anwesenheit der Vertreter der örtlichen Politik, der Kirchen, der Polizei, der Banken, der Schulen, der Kindergärten, der Wirtschaft und der örtlichen Vereine und Organisationen sowie über alle Gäste, die sich heute Vormittag Zeit für die Teilnahme am Neujahrsempfang genommen haben.

Begrüßen bedanken darf ich mich für sein Kommen und für die freundliche Gabe am Eingang auch bei unserem Bezirksschornsteinfeger Stefan Böhringer und seinem Kollegen Daniel Herrmanns.

Ich bitte um Nachsicht und denke Sie sind auch dieses Jahr damit einverstanden, dass ich auf eine weitere namentliche Begrüßung verzichte,. Sie dürfen versichert sein, jeder einzelne Gast ist uns wichtig und wir freuen uns deshalb ganz besonders über die Anwesenheit von Ihnen allen am heutigen Tag.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Gemeinde wünsche ich Ihnen nochmals ein gutes. Erfolgreiches und gesundes Jahr 2019 und hoffe, es hat für Sie persönlich gut begonnen.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

verehrte Gäste,

nachdem ich wie in den vorangegangenen Jahren in der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes einen recht ausführlichen kommunalpolitischen Kieselbronner Rückblick auf das Jahr 2018 gegeben habe, möchte ich nachfolgend nur auf einige wenige Ereignisse des letzten Jahres eingehen.

Nach einigen Schwierigkeiten, die wir bei einem derart namhaften Hersteller nicht für möglich gehalten hätten, konnte unsere Freiwillige Feuerwehr im Herbst 2018 mit einiger Verzögerung das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) in Empfang nehmen. Die Gesamtkosten für das moderne und bestens ausgestattete Fahrzeug liegen bei rd. 215.000 Euro. Unterstütz wurde die Anschaffung durch einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 38.650 Euro. Das alte TSF, Baujahr 1985, wurde verkauft und wird von seinem neuen Besitzer wohl zu einer Art Wohnmobil umfunktioniert werden.

Mit dem offiziellen Spatenstich am 28. April 2018 wurde der Startschuss für die Bauarbeiten für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim Süd und Pforzheim Nord (Enztalquerung) gegeben. Der Planfeststellungsbeschluss für dieses schwierige Bauvorhaben stammt schon aus dem Dezember 2014.  Seither haben die Planer im Regierungspräsidium Karlsruhe auf Basis dieses Beschlusses die Detailplanung vorangetrieben und zur Baureife gebracht. Auf einer Länge von 4,8 Kilometer werden während einer erwarteten Bauzeit von 4 bis 5 Jahren insgesamt ca. 1,1 Mio. cbm Erde bewegt und rund 150 Millionen Euro verbaut. Besonders erschwert werden die Arbeiten durch die zahlreichen Brückenquerungen auf der Ausbaustrecke, die alle erneuert werden müssen. Im Lauf des Jahres 2018 musste die Autobahn für die Arbeiten an den Brücken zwei Mal voll gesperrt werden. Die Folge waren eine autofreie Autobahn und überfüllte Straßen auf den Umleitungsstrecken. Diese Vollsperrungen hatten bisher wenig bis keine Auswirkungen auf die Gemeinde Kieselbronn. Dies wird sich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ändern, wenn die Brücke zwischen Kieselbronn und Eutingen zum Ende des Jahres 2019 wegfällt und damit auch die bisherige Umleitungsstrecke U28.

Für unsere Grundschule haben wir im letzten Jahr für die Klassenzimmer der Klassenstufen 3 und 4 hochwertige interaktive Touch-Displays beschafft. Mit diesen ist eine sehr moderne Unterrichtsgestaltung möglich. Hier sind wir sicher ganz vorne dabei im Landkreis, de nn mir ist bisher keine andere Grundschule im Landkreis bekannt, die über solche Möglichkeiten verfügt. Zum Ende 2018 wurde auch die Hardware für den EDV-Raum der Schule geliefert, so dass dieser nach diversen Problemen, die es mit dem kommunalen Rechenzentrum ITEOS und dem Kultusministerium Baden-Württemberg zu klären galt, hoffentlich bald in Betrieb genommen werden kann.

Nach dem Abbruch der Autohalle an der Pforzheimer Straße wurde das Bauvorhaben der Baugenossenschaft Arlinger eG an diesem Standort 2018 zügig vorangetrieben. Am 23. November 2018 konnte das Richtfest für die beiden Häuser gefeiert werden. Dabei wurde bekannt, dass die Baugenossenschaft mit einer Fertigstellung zum Juli 2019 rechnet. Ebenfalls zu diesem Termin soll dann auch das neue Café an dieser Stelle das Angebot in unserer Gemeinde erweitern.

Nachdem wir über einen langen Zeitraum mit der Planung für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Kindergartens Regenbogen beschäftigt haben, konnte die Maßnahme zum Ende 2018 tatsächlich in Angriffe genommen werden. Der Kindergartenbetrieb ist Ende Oktober 2018 in die Interimslösung an der Eutinger Straße umgezogen. Mit dem offiziellen „Hammerschlag“ wurde am 26. November 2018 der Startschuss für die Bauarbeiten gegeben.  Kurz danach hat das Abbruch­unternehmen seine Arbeit vor Ort aufgenommen. Davor wurden am und im Kindergarten Regenbogen zwei Mosaik-Kunstwerke von Prof. Fritz Theilmann gesichert, damit diese später wieder originalgetreu an anderer, noch festzulegender Stelle angebracht werden können. Die Einzelteile der Kunstwerke lagern sicher verpackt in Kisten im Bauhof.

An dieser Stelle möchte ich bereits zum begonnen Jahr 2019 überleiten. Hier erwartet uns ein echtes Feuerwerk an großen Aufgaben.

Hier sind zunächst die Maßnahmen im Rahmen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Ortskern II zu nennen. So gilt es die Tiefbaumaßnahme in der Weiherstraße im Frühjahr 2019 zu dem gewünschten erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Das Hauptaugenmerk im kommenden Jahr liegt eindeutig auf dem im Hinblick auf die Investitionssumme von über 3 Mio. Euro größten Hochbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Kieselbronn. Gemeint ist die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Kindergarten Regenbogen. Nachdem die Ausschreibungs-ergebnisse für die Gewerke Abbruch und Rohbau zunächst sehr unbefriedigend waren und deshalb aufgehoben werden mussten, liegen wir bei den jüngst vergebenen Gewerken mit einem Gesamtauftragsvolumen von rd. 900.000 Euro etwas unter den Ansätzen der Kostenberechnung. Die Arbeiten am Kindergarten Regenbogen werden uns das ganze Jahr 2019 begleiten und beschäftigen, wollen wir doch die angestrebte Bauzeit von ca. 1 Jahr einhalten.

Das bereits mehrfach angekündigte Planfeststellungsverfahren für den Neubau der 380-kV-Leitung Birkenfeld – Pkt. Ötisheim von dem auch unsere Gemarkung betroffen ist, wird wohl im Januar/Februar 2019 mit der Offenlage starten. Die TransnetBW plant mit der IOnbetriebnahme der neuen Leitungstrasse im Jahr 2021/2022. Ein Rückbau der 110-kV-Bahnstromtrasse ist logischerweise erst möglich, wenn die neue Trasse in Betrieb genommen ist. Aufgrund der Erfahrungen aus anderen Planfeststellungsverfahren ist davon auszugehen, dass uns auch dieses Verfahren 2019 und vielleicht auuch darüber hinaus beschäftigen wird.

Im Zusammenhang mit dem Neubauvorhaben der Baugenossenschaft Arlinger eG in der Pforzheimer Straße soll rechtzeitig zur Fertigstellung auch der Kreuzungsbereich Pforzheimer Straße/Bahnholzstraße und der weitere Straßenverlauf in Richtung Kreisverkehr neu gestaltet werden. Hier hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung 2018 über die Gestaltung beraten und diese in Bezug auf den Gehweg, die barrierefreien Bushaltestellen und die Stellplätze für die Ausschreibung freigegeben. Der Landkreis strebt als Straßenbaulastträger der Kreisstraßen im Kreuzungsbereich Pforzheimer Straße/Bahnholzstraße auf seine Kosten die Installation einer Querungshilfe für die Fußgänger in Form einer Mittelinsel mit Standfläche an. Im Rahmen eines Fahrversuchs mit einem LKW muss jedoch vor Ort geklärt werden, ob und ggf. wie dies konkret realisiert werden kann.

Auf die Arbeiten an der A 8 bin ich bereits eingegangen. Im Zuge mit dem Ausbau der Autobahn sind im Bereich Igelsbach im Zusammenhang mit der Abwasserbe­seitigung der Gemeinde Kieselbronn in Richtung Niefern weitreichende Maßnahmen erforderlich. Es müssen hier durch bauliche und technische Maßnahmen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die notwendige Einleitungsge­nehmigung für unser Regenüberlaufbecken (RÜB) Süd erteilt werden kann. Hier bedarf es neben der technischen Aufrüstung der Becken auch baulicher Maßnahmen zum Schutz des Igelsbachs. Die Einleitung des Überlaufs des RÜB soll nicht mehr in das relativ kleine Gewässer Igelsbach erfolgen. Künftig soll der im Zuge des Autobahnausbaus durch den Bund parallel zum Igelsbach hergestellte Kanal zur Einleitung des Kieselbronner Wassers direkt in die Enz genutzt werden. Dies erspart der Gemeinde höhere Investitionen am Rückhaltebecken selbst und ist ökologisch und umwelttechnisch nach Meinung aller Fachbehörden die bestmögliche Lösung. Klar ist jedoch, dass der zukünftige Unterhat des Kanals Sache der Gemeinde Kieselbronn und aufgrund einer speziellen Vereinbarung auch der Gemeinde Niefern-Öschelbronn sein wird.

Zur Sicherung der Wasserversorgung und der Löschwasserversorgung, insbesondere in der Hochzone Kieselbronn, über die die große Mehrzahl der Gebäude in Kieselbronn versorgt wird, muss im Wasserturm im ersten Halbjahr 2019 eine Druckerhöhungsanlage eingebaut werden. Die Kosten dafür liegen bei rd. 400.000 Euro.

Das im letzten Jahr von einem Fachbüro erstellte Strukturgutachten hat sich mit der Frage beschäftigt, ob und unter welchen Voraussetzungen die Versorgung mit Trinkwasser mittel- und langfristig gesichert ist. Aufgrund der Ergebnisse hat die Gemeinde im Hinblick auf einen möglichen Bevölkerungszuwachs und dem damit einhergehenden höheren Wasserbedarf beim Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung die Erhöhung der Wasserbezugsrechte um 1 l/s beantragt. Diesem Antrag wurde von der Verbandsversammlung des Zweckverbands bereits zugestimmt.

Die Notwasserversorgung der Gemeinde zum Wasserturm erfolgt derzeit über eine inzwischen in die Jahre gekommene Wasserleitung, die von Eutingen kommend unter anderem in der Eutinger Straße, Schauinslandstraße und Schillerstraße verläuft. Hier traten in jüngster Vergangenheit vermehrt Rohrbrüche auf. Es ist zwischenzeitlich in Abstimmung mit den Stadtwerken und der ebenfalls über diese Leitung notversorgte Gemeinde Neulingen (Ortsteil Göbrichen) einvernehmlich angedacht, die Notwasserversorgung neu zu regeln und dadurch die Versorgungs­sicherheit der Gemeinden Kieselbronn und Neulingen nachhaltig zu verbessern.

Dies soll durch eine Anbindung an den von den Stadtwerken Pforzheim geplanten neuen Wasserhochbehälter Buchbusch erreicht werden. Auch wenn der Bau und die Unterhaltung einer Notwasserversorgung finanzielle Ressourcen binden, verdeutlicht der aktuelle Fall der Gemeinden Römerstein und Grabenstetten im Landkreis Reutlingen die Wichtigkeit und Bedeu8tung eines solchen zweiten Standbeins in der Wasserversorgung. Aus meiner Sicht wäre es grob fahrlässig darauf zu verzichten, wenn es wie in unserem vorliegenden Fall eine vernünftige und sinnvolle Lösung dafür gibt.

Die Familienheim Pforzheim Baugenossenschaft ist bei der Gemeinde vorstellig geworden und hat Überlegungen für die Schaffung von neuem modernen Wohnraum in der Wohnsiedlung Reible vorgestellt. Von der Baugenossenschaft ist vorgesehen, die außer Betrieb genommene Heizzentrale der ehemaligen amerikanischen Siedlung (Im Reible 17) sowie die Wohngebäude Im Reible 5/7 und 13/15 abzubrechen und mehrere neue Gebäude zu errichten, für die zwei große Tiefgaragen geplant sind. Die Schaffung von Wohnraum ist ein allgegenwärtiges Thema. Deshalb hat der Gemeinderat die Überlegungen vom Familienheim zur sinnvollen städtebaulich verträglichen Nachverdichtung der Flächen in der Wohnsiedlung im Reible grundsätzlich begrüßt und auch bereits den Aufstellungs­beschluss für das notwendige Bebauungsplanverfahren gefasst. Für mich und sicherlich auch für die Damen und Herren Gemeinderäte ist aber klar, dass das Vorhaben bei aller positiver Begleitung nur weiterverfolgt werden kann, wenn die von der Gemeinde in planerischer und in wirtschaftlicher Hinsicht vorgegebenen Rahmenbedingungen vom Vorhabenträger erfüllt werden.

In Sachen des gemeinsamen Gewerbegebiets mit unseren Nachbarn Neulingen und Ölbronn-Dürrn, dem IKG Neulingen, gibt es auch Fortschritte zu berichten. Der Flächennutzungsplan wurde vom Landratsamt Enzkreis genehmigt. In nächster Zeit soll eine Entscheidung über die Rechtsform für das IKG getroffen und dann auch ein kompetenter Erschließungsträger mit der Umsetzung des Vorhabens beauftragt werden. Ich hoffe auf die Mitwirkungsbereitschaft der Grundstückseigentümer im Gebiet und dann auf eine zügige Umsetzung dieses für die Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands Neulingen wichtigen Projekts.

Am 26. Mai 2019 finden wichtige Wahlen statt. Neben der Europawahl entscheiden die Wähler auch über die Zusammensetzung des Kreistags und des Gemeinderats. Auch wenn es allgemein offenbar immer schwieriger zu werden scheint, hoffe und wünsche ich mir, dass die Verantwortlichen für die Listen in Kieselbronn ausreichend Kandidatinnen und Kandidaten finden oder bereits gefunden haben. Mit Blick auf die Kreistagswahl kann aufgrund der besonderen Situation im Wahlkreis III mit den Gemeinden Niefern-Öschelbronn, Neulingen, Ölbronn-Dürrn und Kieselbronn nicht davon ausgegangen werden, dass künftig unsere Gemeinde – die gemessen an den Einwohnern kleinste Gemeinde im Wahlkreis – weiter mit zwei kompetenten Personen im Kreistag vertreten sein wird. Hier wird es mitunter auf die Wahlbe­teiligung und das Wählerverhalten vor Ort ankommen.

Ich hatte bereits im Mitteilungsblatt kurz darauf hingewiesen, dass Gespräche über eine mögliche Großveranstaltung in Kieselbronn laufen. Der SWR hat ein neues Format für Gemeinden unter 10.000 Einwohner entwickelt. Dank dem sehr guten Kontakt zum SWR wird die Premiere dieses Formats aller Voraussicht nach in Kieselbronn am 23. März 2019 stattfinden. Hierzu wird der SWR mit großer Produktion vor Ort kommen und einen Stargast zu Veranstaltung mitbringen. Aufgrund der Vorbereitungen für die Veranstaltung stehen dann die Hallen einige Tage davor für den Trainings- und Übungsbetrieb leider nicht zur Verfügung. Wir werden die Vereine frühzeitig informieren, wenn die Durchführung der Veranstaltung vom SWR endgültig bestätigt ist.

Dieser Ausblick auf das Jahr 2019 bestärkt mich in meiner Einschätzung, dass das vor uns liegende Jahr sehr wahrscheinlich das arbeitsreichste meiner bisherigen Amtszeit in Kieselbronn werden wird. Aber Bange machen gilt nicht – wir werden auch diese an uns gestellten Aufgaben und Herausforderungen in der gewohnt bewährten Art und Weise angehen und bewältigen.

Es ist gute Tradition, dass wir die Jugendlichen unserer Gemeinde, die hier mit Hauptwohnsitz gemeldet sind und die zwischen dem Neujahrsempfang des letzten Jahres und der heutigen Veranstaltung 18 Jahre alt geworden sind, zur heutigen Veranstaltung einladen. Zum heutigen Termin wurden 31 Personen des Geburts­jahrgangs 2000 eingeladen. Ich freue mich, dass wir heute von diesem Jahrgang einige Gäste begrüßen können. Sicherlich hätten wir uns gewünscht, dass mehr als die angemeldeten 5 Vertreter des 2000er Jahrgangs unserer Einladung folgen. Aber diejenigen, die heute anwesend sind, sind der falsche Adressat dieser Botschaft.

Umso mehr freue ich mich jetzt namentlich begrüßen zu dürfen:

  • Sofia Hess
  • Chiara Kronfeld
  • Juliane Kurrle
  • Kevin Tepe
  • Fabian Weißer

 

Gestattet mir an dieser Stelle, dass ich Euch dazu auffordere, bei den anstehenden Wahlen am 26. Mai 2019 von Eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen und zur Wahl zu gehen. Zumindest die Kommunalwahlen für den Gemeinderat und den Kreistag betreffen Euch direkt. Da könnt Ihr Personen, die Ihr aus Eurem Ort kennt, mit Euren Stimmen in den Gemeinderat und den Kreistag wählen. Bitte redet auch mit Freunden unbedingt über dieses wichtige Thema und ermuntert auch sie, zur Wahl zu gehen.  Es ist schön, dass Ihr Euch für eine aus Eurer Sicht vielleicht doch eher etwas konservativen Veranstaltung, und das an einem Sonntagmorgen, Zeit genommen habt. So wie Ihr die Einladung der Gemeinde mit Eurem Kommen zu schätzen gewusst habt, wissen auch wir Eure Anwesenheit zu schätzen. Daher darf ich Euch als Dankeschön ein kleines Präsent überreichen.

Ebenso wie die Einladung der jungen Erwachsenen hat es Tradition, Sportler aus unserer Gemeinde oder Mitglieder unserer Vereine, die in abgelaufenen Jahr bei Wettkämpfen erfolgreich waren, zum Neujahrsempfang einzuladen. Auch in diesem Jahr haben wieder zahlreiche Personen derartige Erfolge erzielt, welche die Vorgaben für eine Ehrung im Rahmen des Neujahrsempfangs erfüllen. Diese großartigen Leistungen des letzten Jahres wollen wir jetzt nochmals kurz in Erinnerung rufen und diese damit würdigen und den erfolgreichen Sportlern unsere Anerkennung aussprechen. Zu den erfolgreichen Athleten unserer Gemeinde im Jahr 2018 gehören Kevin Tepe und seine Mutter Britte Tepe.

Kevin Tepe startet für die TSG Niefern und wurde in Mannheim mit seinen Teamkameraden der 4 x 200 Meter Staffel Badischer Meister. Darüber hinaus erreichte er bei den Baden-Württemberg Meisterschaften über 1.500 m den 6. Platz.

 

Seine Mutter Britta Tepe ist uns bereits als erfolgreiche Schwimmerin bekannt. Sie startet für die SSG Pforzheim. Sie erreichte bei den internationalen Deutschen Masters Meisterschaften in Wetzlar über die 800 m Freistil-Strecke den 3. Platz. Mit der Staffel der SSG Pforzheim erreichte Britta Tepe bei den Deutschen Masters Meisterschaften in Osnabrück über 4 x 100 m Lagen den 2. Platz. Über die 4 x 50 m Freistil, 4 x 50 m Brust und 4 x 100 m Freistil war es der 3. Platz. Hinzu kommen bei den genannten Meisterschaften in verschiedenen Einzelwettbewerben mehrere Top 10 Platzierungen. Dazu erreichte Britta Tepe bei den Masters Europameisterschaften in Slowenien in zwei Einzelwettbewerben jeweils einen beachtlichen 12. Platz.

Herausragende Erfolge gab es 2018 auch beiden Rollkunstläufinnen des RRMSV Kieselbronn:

  • Kim Friede

Sie erreichte bei der Landesmeisterschaft im Juli 2018 in Kieselbronn den 1. Platz im Einerlauf Fortgeschrittene F2

  • Marie Suedes

Sie erreichte bei der Landesmeisterschaft im Juli 2018 in Kieselbronn den 1. Platz im Pflicht-, Kür- und Kombinationswettbewerb im Einerlauf der Meisterklasse

  • Melanie Bastian

Sie erreichte bei den Deutschen Meisterschaften im September 2018 in Bad Friedrichshall den 2. Platz im Pflichtwettbewerb der Junioren Damen.

  • Saskia Missoum

Sie erreichte bei der Landesmeisterschaft im Juli 2018 in Kieselbronn den 1. Platz im Pflicht-, Kür- und Kombinationswettbewerb im Einerlauf der Meisterklasse Elite.

Bei der Süddeutschen Meisterschaft in Ober-Ramstadt stand sie im Kürwettbewerb der Meisterklasse Damen am Ende auf Platz 1. Bei den Deutschen Meisterschaften im September 2018 war es im Pflicht-, Kür- und Kombinationswettbewerb im Einerlauf der Meisterklasse Elite wiederum der 1. Platz für Saskia Missoum. Beim internationalen Interlandcup Ende September 2018 in den Niederlanden fuhr sie erneut auf das Treppchen und erreichte dort im Kürwettbewerb der Meisterlasse Elite den 2. Platz.

Trainiert werden die erfolgreichen Rollkunstläuferinnen unter anderem von Sandra Bischoff und Carolin Bahnmüller.

 

Vom RSC 2000 Kieselbronn wurde bei den Deutschen Meisterschaften im April in Nufringen ein Team im 4er Einrad der Junioren in der offenen Klasse Deutscher Meister. Zu den siegreichen Einrad-Sportlern gehören:

  • Laura Katz
  • Ronja Katz
  • Hanna Steppuhn
  • Simon Fritz

Trainiert werden die erfolgreichen Radsportler von Werner Stieß und Luzie Sauter.

Ein wahrer Medaillenregen ging 2018 über den Ringtennisspielern des TV Kiesel­bronn nieder. Die Ringtennisspieler des TV Kieselbronn konnten sich bei den Deutschen Meisterschaften im September in Karben eine Vielzahl von Podestplätzen erspielen:

  • Wulf Bangert
    erreichte jeweils den 2. Platz bei den Männern 40 im Einzel und im Doppel
  • Maurice Binder
    wurde bei der männlichen Jugend 15-18 im Einzel Deutscher Meister und im alternierenden Doppel Deutscher Vizemeister in der gleichen Altersklasse
  • Till Märtens
    erreichte bei der männlichen Jugend 15-18 jeweils den 3. Platz im Doppel und im alternierenden Doppel
  • Kilian Reichel
    wurde bei der männlichen Jugend 15-18 Dritter im Doppel
  • Till Mezger
    erreichte Platz 3 im Doppel der Männer
  • Achim Schmied
    freute sich über den Titel des Deutschen Meister im Doppel der Männer 40 sowie über Platz 2 im Mixed 40
  • Martin Stalp
    wurde ebenfalls Deutscher Meister im Doppel der Männer 40 und Dritter im Mixed 40
  • Tobias Mezger
    erreichte den Vize-Meistertitel im Doppel 40
  • Daniel Kiefer
    sicherte sich bei der männlichen Jugend 15-18 im alternierenden Doppel den Vize-Meistertitel
  • Sören Schwabauer
    wurde Dritter bei der männlichen Jugend 15-18 im alternierenden Doppel und Vize-Meister im Mixed in der gleichen Altersklasse
  • Elisa Kolonko
    erspielte sich bei der weiblichen Jugend 15-18 jeweils den Vize-Titel im Doppel und im alternierenden Doppel
  • Kaja Stöhrer
    erspielte sich die gleichen Titel wie Elisa Kolonko und erreichte zudem bei der Jugend 15-18 im Mixed den Vize Meistertitel
  • Ulrike Schmied
    ist Deutsche Meisterin der Frauen 40 im Doppel und wurde im Mixed 40 Dritter
  • Carina Mezger
    ist ebenfalls Deutsche Meisterin der Frauen 40 im Doppel und erreichte zudem den Vize-Meistertitel im Mixed 40
  • Britt Abrecht
    ist Deutsche Vizemeisterin im Mixed
  • Rainer Hufnagel
    ist bei den Männern 50 einmal mehr Deutscher Meister und erreichte bei den Männern 40 im Doppel Platz 3. Zudem ist er Mitglied der siegreichen Mannschaft, die bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften im März in Suderwich Platz 1 erreichte.
  • Gleiches gilt für Timo Hufnagel,
    der zudem in Karben im Einzel der Männer Deutscher Vize-Meister wurde im Doppel der Männer Platz 3 erreichte und sich im Mixed wiederum Platz 2 erspielte. Seine größten Erfolge feierte Timo Hufnagel bei der Weltmeisterschaft im August in Minsk, wo er im Doppel der Männer, im Mixed und im Teamwett­bewerb drei Weltmeistertitel erringen konnte. Dazu gab es im Einzel der Männer noch eine Bronze-Medaille.

 

Zahlreiche Sportler in verschiedenen Sportarten sind wir in Kieselbronn ja fast schon gewohnt. Aber einen dreifach Weltmeister in Kieselbronn zu haben, ist dann doch schon etwas Herausragendes.

Maßgeblich mitverantwortlich für diese lange Liste an Erfolgen sind als Übungsleiter Rainer Hufnagel, Timo Hufnagel und Julia Wagner.

Sehr verehrte Gäste,

seit einigen Jahren nutzen wir den traditionellen Neujahrsempfang, um das Bewusst­sein für das für unsere Gesellschaft so wichtige Thema des Blutspendens mit der Ehrung der örtlichen Blutspender zu schärfen. Die heutige Veranstaltung bildet einen würdigen und feierlichen Rahmen, um den freiwilligen Blutspendern öffentlichkeits­wirksam für ihre langjährige Spendenbereitschaft Dank zu sagen. Gemeinsam mit den Vertretern des DRK Ortsverein Kieselbronn freue ich mich, dass wir heute 5 Blutspendern für ihre Spendenbereitschaft danken können.

Für jeweils 10 Blutspenden erhält heute die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz

  • Petra Oberhofer
  • Dominik Stenger
  • Johannes Kärcher

Für 25 Blutspenden erhält die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkran und eingravierter Spendenzahl 25

  • Erika Nagel

Frau Nagel hat sich für den heutigen Vormittag entschuldigt.

Für herausragende 75 Blutspenden darf ich

  • Frau Margit Jäger

mit der Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 75 auszeichnen.

Ich danke den geehrten Blutspendern auch im Namen des DRK Ortsverein Kiesel­bronn für die geleisteten Spenden. Ich verbinde damit durchaus die Hoffnung, dass durch diese positiven Beispiele auch andere für das Thema Blutspenden sensi­bilisiert werden. Es wäre schön, wenn die regelmäßigen Blutspendeaktionen des DRK Ortsverein Kieselbronn hier bei uns in Kieselbronn und in Dürrn für die Abgabe von Blutspenden etwas mehr Zuspruch erfahren würden. Diejenigen unter uns, die bisher noch nicht als Blutspender in Erscheinung getreten sind, sollten einmal ernsthaft darüber nachdenken, dies zu ändern.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr handelt es sich in kleinen Städten und Gemeinden wie Kieselbronn um die einzige kommunale gesetzliche Pflichtaufgabe, die auf dem Ehrenamt basiert. Das wird bei vielen oftmals auch etwas unsachlich geführten Diskussionen vergessen oder ist vielen Bürgerinnen und Bürgern schlichtweg nicht bekannt. Als Bürgermeister bin ich äußerst froh darüber, dass wir in Kieselbronn eine personell starke und top ausgebildete Wehr haben, die zudem noch eine zukunfts­fähige Altersstruktur vorzuweisen hat. Dadurch ist es auf absehbare Zeit wohl nicht erforderlich, Einwohner per Gesetz zum Dienst bei der Feuerwehr quasi zwangszu­verpflichten. Dies ist bei einer entsprechenden Notlage durchaus möglich, damit die angesprochene Pflichtaufgabe im Interesse des Allgemeinwohls erfüllt werden kann. Sind wir also froh darüber, dass es in Kieselbronn ehrenamtliche Feuerwehrleute in ausreichender Anzahl gab und gibt, die sich für unser aller Sicherheit engagieren und die teilweise schon viele Jahrzehnte bei der Feuerwehr für uns ihren Dienst tun. Es ist für mich auch selbstverständlich, dass wir unseren Feuerwehrleuten die notwen­dige Ausrüstung an die Hand geben, damit diese neben ihrem ganz persönlichen Einsatz in die Lage versetzt werden, um uns in unterschiedlichen Notlagen best­möglich und ohne Eigengefährdung helfen zu können. Mir ist es daher ein wichtiges und persönliches Anliegen, heute im Rahmen des Neujahrsempfangs, stellvertretend einigen Kameraden für deren langjährigen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr öffentlich Dank zu sagen. Vom Land Baden-Württemberg in Person des stellver­tretenden Kreisbrandmeisters Michael Szobries wurden bei der Hauptversammlung im Dezember 2018 einige Kameraden für ihren langjährigen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt.

Für 25 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst wurden ausgezeichnet

  • Florian Brenner und
  • Daniel Theilmann

Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden ausgezeichnet

  • Joachim Killinger

Sehr verehrte Gäste,

diesen Männern, unseren Feuerwehrleuten, gebührt unser aller Dank für ihren langjährigen Einsatz hier bei uns vor Ort.

Liebe Gäste,

unsere vielen aktiven und engagierten Vereine und Organisationen in Kieselbronn sind wichtige Eckpfeiler für unser gut aufgestelltes und funktionierendes Gemeinwesen. In all diesen Vereinen und Organisationen sind Personen notwendig, die sich einbringen und an maßgeblicher Stelle dafür Sorge tragen, dass der satzungsgemäße Zweck erfüllt wird und in vielen Fällen auch für mehr. Leider ist allgemein festzustellen, dass die Bereitschaft, sich mit einem Ehrenamt sichtbar auf Dauer und ggf. auch haftbar zu engagieren, offensichtlich mehr und mehr abnimmt. Ein Grund dafür mag ein gesellschaftlicher Wandel sein oder aber auch die Zunahme von administrativen Aufgaben aufgrund zahlreicher neuen Vorschriften – hier sei stellvertretend nur die Datenschutzgrundverordnung erwähnt. Fürher wie heute und auch in der Zukunft bedarf es daher Menschen mit Idealismus, die sich für eine Sache begeistern und sich dann auch ehrenamtlich einbringen. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft genügend solcher Menschen geben wird, damit das, was so viele Menschen an Kieselbronn schätzen, auch künftig noch Bestand haben wird. Es ist mir daher ein ganz besonderes Anliegen im Rahmen des Neujahrsempfangs immer wieder aufs Neue danke zu sagen an die vielen ehrenamtlich Tätigen in unserer Gemeinde.

Stellvertretend für diese vielen großartigen Menschen möchte ich mich heute bei Herrn Ludger Koytek bedanken, den ich für seine herausragenden langjährigen Verdienste im Ehrenamt mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg auszeichnen darf. Herr Koytek ist seit September 1993 Mitglied im Orchester des Musikverein Kieselbronn und spielt dort Posaune. Von 1994 bis 1995 war er Pressewart des Vereins bevor er von 1995 bis 1999 das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm. Seit März 2000 ist Ludger Koytek 1. Vorsitzender des Musikverein Kieselbronn. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Rita ist Ludger Koytek die treibende Kraft innerhalb des Musikvereins. Er nimmt im Verein nicht nur die ihm durch das Amt des Vorsitzenden übertragenen Aufgaben mit größtem Verantwortungsbewusst­sein wahr – das Wohlergehen des Vereins und seiner Mitglieder liegt ihm sichtlich am Herzen. Mit viel Herzblut kümmern sich die Eheleute Koytek um den Nachwuchs des Vereins und organisieren zudem im Rahmen des Kinderferienprogramms immer wieder tolle und bei den Kindern sehr beliebte Ganztagesprogramme mit abschließenden Aufführungen der Kinder für die Eltern und Großeltern. Zur Jugendarbeit gehören auch Kooperationsprojekte mit der Grundschule wie verschiedene Musicals und oder das Projekt „Musik zum Anfassen“. Die Grundschule weiß, dass sie bei Bedarf immer auf Ludger Koytek und seine Ehefrau zählen kann, wenn Hilfe benötigt wird. Sei es beispielsweise bei den Projekttagen oder aber beider Abschlussfeier der Klassen 4.

Auch anderen Vereinen steht Ludger Koytek gerne unterstützend zur Seite, wenn er gebraucht und gefragt wird. So war er über viele Jahre hinweg bei den Faschingsveranstaltungen mit zahlreichen Auftritten gern gesehener Gast auf der Bühne. Musikalisch unterstütz er beispielsweise den Obst- und Gartenbauverein, wenn es um die Weihnachtsfeier dessen Kinder- und Jugendabteilung geht.

Gleiches gilt für die Ü60-Party der Landfrauen und der Gemeinde. Auch hier ist Herr Koytek ebenso wie seine Frau immer bereit, auf der Bühne mitzuwirken, wenn es erforderlich ist. Auch wir bei der Gemeinde wissen Ludger und Rita Koytek als verlässliche und hilfsbereite Ansprechpartner zu schätzen. Sie unterstützen uns tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung der regelmäßigen Partnerschaftstreffen mit Bernin und sind fester Bestandteil der Kieselbronner Reisegruppen nach Bernin – sei es an Himmelfahrt oder im Oktober zum Kastanienfest.

Als es darum ging, die Verantwortung für den Weihnachtsmarkt in „jüngere Hände“ zu legen, fand sich in Ludger Koytek ein kompetenter und bei den örtlichen Vereinen und Organisationen anerkannter Fachmann. Für den Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember war Ludger Koytek erstmals als Marktmeister mit seinen Helfern verantwortlich.

Vom Blasmusikverband erhielt Herr Koytek bereits verschiedene Ehrungen und Auszeichnungen. Ich freue mich, Ihnen lieber Herr Koytek jetzt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verleihen zu dürfen. Ich gratuliere Ihnen zu dieser besonderen Auszeichnung.

Bei der Aufzählung der vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten und Verdienste wurde deutlich, dass Sie Herr Koytek fast immer im engen Schulterschluss mit Ihrer Frau aktiv sind. Daher hätte Ihre Frau sicherlich auch diese Ehrung verdient. Da die Ehrung jedoch an ein offizielles Amt wie beispielsweise das eines Vereinsvor­sitzenden geknüpft ist, ist dies leider nicht möglich. Deshalb möchte ich mich bei Ihnen, liebe Frau Koytek, heute für alle sichtbar und als Wertschätzung für Ihr großes Engagement für unser Gemeinwesen mit einem Blumenstrauß bedanken.

Sehr verehrte Gäste,

Sie wissen, dass mir der persönliche Kontakt und die Gespräche mit den Bürgern stets besonders wichtig sind. Aus vielen freundlichen Begegnungen und den konstruktiven Gesprächen im Alltag nehme ich immer wieder wichtige Hinweise für die Arbeit in und zum Wohle unserer Gemeinde auf. Diesen Dialog möchte ich nicht missen und werde diesen daher selbstverständlich weiter pflegen. An dieser Stelle möchte ich deshalb allen für den informativen Austausch, die Wertschätzung und das entgegengebrachte Vertrauen danken. Die so zum Ausdruck gebrachte Unterstützung tut immer wieder gut und hilft bei der täglichen, nicht immer einfachen Arbeit und bei der hoffentlich erfolgreichen Bewältigung der aufgezeigten großen Aufgaben.

Dass man in meiner Position nicht allen Wünschen gerecht werden kann, liegt nun mal in der Natur der Sache und an den unterschiedlichen Erwartungen des Einzelnen. Deshalb ist es nun mal nicht möglich, allen Einzelinteressen zu entsprechen. Denn das was der Eine gut findet und ihm gefällt, kann der direkte Nachbar bereits schon ganz anders einschätzen und als Einschränkung oder Belastung empfinden. Daher müssen Gemeinderat und Bürgermeister, aber auch die Mitarbeiter der Verwaltung bei ihren Entscheidungen neben den einschlägigen Vorschriften auch stets das Allgemeinwohl im Blick haben. Das führt mitunter zu notwendigen Entscheidungen, die nicht allen gefalle. Das ist nun mal so und wird auch in Zukunft immer so sein!

Der große Zusammenhalt hier bei uns in Kieselbronn ist es, was unser Gemeinwesen so besonders macht und weshalb viele gerne Teil dieser Gemeinde sind und gerne hier leben. Man kennt sich und jeder der Kontakt und Anschluss sucht, findet diesen in einem der örtlichen Vereine, Organisationen und Gruppen, wenn er bzw. sie aktiv wird. Keiner muss in Kieselbronn ausgegrenzt und alleine bleiben. Die Einladung mitzumachen und sich einzubringen gilt für alle und jeder dürfte bei dem großen Angebot in Kieselbronn etwas finden, das zu ihm bzw. ihr passt. Unser neuer Landrat Bastian Rosenau hat in seiner Bewerbungsrede den Satz geprägt „Das WIR gewinnt“. Damit liegt er ganz bestimmt richtig. Ich glaube aber: In Kieselbronn wissen wir das schon sehr lange und handeln aus Überzeugung danach. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die durch ihre Arbeit und ihr Tun dazu beitragen, dass das WIR in Kieselbronn gewinnt. Dazu zähle ich unsere Wirtschaft, unsere Banken, unsere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, unsere Vereine und Organisationen sowie die Kirchen. Und natürlich gehören die vielen ehrenamtlich Tätigen dazu. Dafür im Namen der Gemeinde Kieselbronn wie auch persönlich von dieser Stelle aus ein herzliches und vielfaches Dankeschön an alle diese Menschen.

Im letzten Jahr habe ich an dieser Stelle angesichts des zunehmend aufkommenden Werteverfalls und dem Verfall der guten Sitten in unserer Gesellschaft meine Sorge zum Ausdruck gebracht. Gegenseitiger Respekt, Toleranz anderen gegenüber und Hilfsbereitschaft sind Grundwerte, die uns immer ausgezeichnet und vor allem auch als Gesellschaft erfolgreich gemacht haben. Ich hätte mich sehr darüber gefreut, wenn ich heute sagen könnte, dass ich diesbezüglich in unserer Gesellschaft eine Entwicklung zum Besseren erkennen kann. Leider ist dies aber nicht der Fall wie beispielsweise auch die Berichterstattung der Pforzheimer Zeitung zeigt. Diese hat das Thema kürzlich aufgegriffen und wiederholt groß darüber berichtet. Das muss uns doch alle nachdenklich stimmen. Es sind auch Kleinigkeiten, in dem mangelnder gegenseitiger Respekt und Toleranz anderen gegenüber zum Ausdruck kommt. Denken Sie nur an die Situation nach der Silversternacht mit dem vielen Müll von den Böllern auf unseren Straßen. Wer Anstand hat, Respekt und Toleranz anderen gegenüber übt, für den ist es selbstverständlich, den eigenen Müll zeitnah zu beseitigen. Ich möchte deshalb meinen Aufruf wiederholen. Biotte helfen Sie alle mit und wirken Sie als Multiplikatoren, damit diese durchaus negative Entwicklung bei uns in Kieselbronn nicht noch mehr Einzug erhält. Denn dann wurde vieles was ich vorhin erwähnt habe verloren gehen und damit auch das, was wir so sehr an unserem Ort und den hier lebenden Menschen schätzen.

An dieser Stelle danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde für deren großen Einsatz und für ihr Engagement im vergangen Jahr. Meinen Dank richte ich auch an die Damen und Herren des Gemeinderats für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und ganz besonders für den offenen Umgang und die immer faire und angenehme Atmosphäre am Ratstisch und auch darüber hinaus. Ich hoffe und wünsche mir, dass dies in gleicher Form auch mit dem neuen Gemeinderat ab dem Sommer seine Fortsetzung findet. Besonders danke ich den Mitarbeitern, die zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der heutigen Veranstaltung betraut waren. Herzlichen Dank an Frau Weindorf, Frau Pfisterer und Herrn Werner.

Zum Abschluss danke ich unseren jungen Musikern für die musikalische Umrahmung des heutigen Vormittags. Herzlichen Dank für Eure Darbietungen. Vielen Dank an

Simon Fritz
Anna Magdalena Glimpel
Sofia Hess
Ronja Katz
David Mall
Sophia Mall
Jonathan Müller
Luzie Sauter
Hanna Steppuhn
Tim Collmer (Technik)

Schließen möchte ich meine Ausführungen mit den Worten von Friedrich Nietzsche, die durchaus auch ein guter Rat für 2019 sein können:

„Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen.“

Sehr verehrte Gäste,

kommen Sie gut durch das Jahr 2019. Tragen Sie bitte durch Ihre wertvolle Arbeit und Tun auch weiterhin dazu bei, dass Kieselbronn auch in Zukunft ganz nach dem Slogan im Logo „immer auf der Höhe“ ist.

Im Anschluss an die beiden abschließenden Musikstücke sind Sie alle im Namen der Gemeinde herzlich dazu eingeladen, gemeinsam  auf das Jahr 2019 anzustoßen und noch einige Zeit bei interessanten und kurzweiligen Gespräch hier in der Festhalle zu verbringen. Fotos: Manfred Schott

 


Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Januar 2019

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.