Rede von Bürgermeister Heiko Faber zum 42. Neujahrsempfang der Gemeinde am 6. Januar 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste, im Namen der Gemeinde Kieselbronn und des Gemeinderats heiße Sie zum mittlerweile 42. Neujahrsempfang der Gemeinde Kieselbronn heute Vormittag hier in unserer Festhalle alle auf das Herzlichste willkommen.

Gestatten Sie mir, zu Beginn auf eine Formalie hinzuweisen. Aufgrund der Datenschutzgrundverordnung weise ich darauf hin, dass der Neujahrsempfang der Gemeinde Kieselbronn eine öffentliche Veranstaltung ist über die in der Tagespresse, im Mitteilungsblatt der Gemeinde und auf der Homepage der Gemeinde berichtet wird. Für diesen Zweck werden entsprechend dem Aushang Fotos gemacht.

Vielen Dank an den Chor „Komet“ vom Gesangverein Kieselbronn unter der Leitung von Mark Ayzikov für die gelungene und schwungvolle Eröffnung unserer heutigen Veranstaltung.

Der Chor Komet blickt mittlerweile auf 25 erfolgreiche Jahre zurück. Dies war für mich Anlass, bei dem Vorsitzenden des Vereins anzufragen, ob der Chor „Komet“ den Neujahrsempfang 2020 musikalisch umrahmen könnte.

Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass es nicht einfach war, ausreichend viele Sängerinnen und Sänger an Heilige-Drei-Könige zusammenzubekommen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass es geklappt hat und Sie alle hier sind, um uns heute mit Ihrem Gesang durch den Vormittag zu begleiten.

„Die Zukunft hängt von dem ab, was wir heute tun.“
„Natürlich kümmere ich mich um die Zukunft. Ich habe vor, den Rest meines Lebens darin zu verbringen.“

 Mit diesen beiden Zitaten, das erste von Mahatma Gandhi und das zweite von Mark Twain, begrüße ich Sie an diesem Morgen nochmals ganz herzlich.

Ich freue mich sehr über die Anwesenheit vieler Vertreter der Kommunalpolitik, der Kirchen, der Polizei, der örtlichen Banken, des Kindergartens, von Wirtschaft und Gewerbe, der örtlichen Vereine und Organisationen, des Bücherei-Teams, des Teams der Schulkindbetreuung vom Verein Honigtopf e. V., der ehrenamtlichen Betreuer der Flüchtlinge vor Ort von Mittendrin und Miteinander in Kieselbronn, sowie aller Gäste, die sich heute Vormittag Zeit für die Teilnahme am Neujahrsempfang genommen haben.

Besonders begrüße ich Bürgermeister a. D. Gerhard Drautz, der zusammen mit dem damaligen Gemeinderat die Tradition des Neujahrsempfangs in Kieselbronn im Jahr 1979 begründet hat. Der erste Neujahrsempfang, zu dem die Vorsitzenden der örtlichen Vereine und Organisationen eingeladen waren, fand damals um 10:30 Uhr im Rathaus statt.

Weiter begrüße ich ganz herzlich unsere Kieselbronner Kreisrätin, Frau Dr. Link-Hofsäß.

Begrüßen und bedanken darf ich mich für sein Kommen und die freundliche Gabe am Eingang bei unserem neuen Bezirksschorn­steinfegermeister Jochen Hofmann aus Ölbronn.

Ich bitte um Nachsicht und denke Sie sind auch in diesem Jahr damit einverstanden, dass ich mit Blick auf die Zeit auf eine weitere namentliche Begrüßung verzichte. Sie dürfen aber ganz sicher sein: jeder einzelne Gast ist uns wichtig und wir freuen uns deshalb ganz besonders über die Anwesenheit von Ihnen allen am heutigen Vormittag.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Gemeinde wünsche ich Ihnen jetzt nochmals ein Jahr voller Glück, Gesundheit und Erfolg. Ich hoffe, es hat für Sie persönlich gut begonnen!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

der Tradition folgend möchte ich jetzt kurz auf das Jahr 2019 zurückblicken.

In der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes bin ich bereits sehr ausführlich auf viele Themen des letzten Jahres eingegangen. Deshalb werde ich mich bei meinen Ausführungen nun auf einige wenige Themen beschränken und verfolge damit auch keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

Am 2. Februar 2019 konnte das neue Feuerwehrfahrzeug TSF-W im Rahmen eines Glühweinfestes beim Feuerwehrgerätehaus offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Damit verfügt unsere Wehr über ein weiteres notwendiges Fahrzeug um der wichtigen Aufgabe des Bevölkerungsschutzes gerecht werden zu können. Das Fahrzeug hat sich in diesem Jahr insbesondere bei den zahlreichen Unwettereinsätzen mit seiner speziell darauf ausgerichteten Beladung bewährt.

Am 14. März 2019 feierte Bürgermeister a. D. Gerhard Drautz seinen 80. Geburtstag. Dies hatte die Gemeinde zum Anlass genommen, zahlreiche Gäste aus Nah und Fern zu einem Stehempfang in die Festhalle einzuladen, um gemeinsam dem Jubilar zu gratulieren. Unter den vielen Gratulanten waren viele Weggefährten aus der 24-jährigen Amtszeit von Gerhard Drautz, so z. B. die Landräte des Enzkreises Dr: Heinz Reichert, Karl Röckinger (Laudator) und Bastian Rosenau.

Ebenfalls im März fand mit der von den Sparkassen im Land gesponserten SWR4-Sendung „Unsere Helden – kleines Dorf ganz groß“ ein echtes Highlight in unserer Gemeinde statt. Der SWR4 hat Kieselbronn für die Pilotsendung seines neuen Formats ausgewählt und mit einem unglaublich großen Aufwand die Festhalle in eine echte Show-Bühne verwandelt. Als Stargast für diesen Abend hatte der SWR4 die sympathische Schlagerpop-Sängerin Linda Hesse verpflichtet. Das Feedback aus ganz Baden-Württemberg machte deutlich, dass unsere Gemeinde mit dieser Sendung für einige Wochen medial landesweit im Focus stand. Ich denke, die Fotos und die Videos sprechen für sich. Ein 60-minütiger Beitrag kann noch immer auf der ARD-Mediathek (SWR) abgerufen werden.

Am 26. Mai 2019 fanden die Kommunalwahlen mit der Wahl des Gemeinderats und des Kreistags für den Enzkreis statt. Ebenfalls wurde das Europäische Parlament an diesem Tag gewählt. Bei der Gemeinderatswahl erhielt die Liste der SPD 30,51 % (4 Sitze) der abgegebenen Stimmen. Für die Bürgervereinigung votierten 29,55 % (3 Sitze), für die Kieselbronner Umweltliste 23,06 % (3 Sitze) und für die CDU 16,88 % (2 Sitze). Die Wahlbeteiligung lag bei guten 66,19 %. Neu in den Gemeinderat gewählt wurden Paul Fritsch, Dr. Jürgen Hofsäß, Tony Klemm und Matthias Poppe. Im Kreistag wird der Wahlkreis III mit Frau Dr. Link-Hofsäß und mir für weitere 5 Jahre u. a. von zwei Mitgliedern aus der Gemeinde Kieselbronn vertreten.

Bei der letzten Sitzung des alten Gemeinderats am 3. Juli 2019 wurden mit Joachim Killinger (Gemeinderat von 2014 bis 2019), Werner Augenstein (Gemeinderat von 2004 bis 2019), Joachim Theilmann (Gemeinderat von 1999 bis 2019) und Brigitte Klemm (Gemeinderätin von 199 bis 2019) vier verdiente Mitglieder des Gemeinderats verabschiedet. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für deren großes Engagement.

Nach dem Antrag der TransnetBW auf Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der 380-kV-Leitung Birkenfeld – Pkt. Ötisheim, LA 7620 beim Regierungspräsidium Karlsruhe wurden auf Veranlassung der Planfeststellungsbehörde die Planunterlagen in der Zeit vom 24. Juni bis einschließlich 23. Juli 2019 öffentlich ausgelegt. Die Gemeinde Kieselbronn und auch zahlreiche betroffene Einwohner haben von der Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme Gebrauch gemacht. Die Gemeinde Kieselbronn hat im September zu den eingereichten Planunterlagen unter Hinzuziehen von externen Fachleuten eine umfassende Stellungnahme abgegeben. Im Nachgang dazu fand im November ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der TransnetBW, Dr. Werner Götz, zum Austausch der jeweiligen Positionen statt. Man verständigte sich nach der Prüfung von Hinweisen der Gemeinde durch die TransnetBW auf ein weiteres Gespräch für Januar 2020 terminierte Gespräch in Stuttgart wurde auf den Februar verschoben.

Am 12. Oktober 2019 veranstaltete die Gemeinde Kieselbronn gemeinsam mit dem Gelenkzentrum Schwarzwald des RKH Krankenhauses Neuenbürg einen Gesundheitstag in der Festhalle. Dabei konnte man sich über konservative und operative Methoden bei der Behandlung von Hüft- und Kniearthrose sowie Erkrankungen am Fuß informieren. Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung oblag dem bundesweit bekannten und renommierten Mediziner Professor Dr. Stefan Sell, Ärztlicher Direktor des Gelenkzentrums Schwarzwald. Zu Beginn der Veranstaltung fand die Übergabe eines öffentlich zugänglichen Defibrillators am Eingang der Turn- und Festhalle statt. Mit dabei waren hier Vertreter des DRK Ortsverein Kieselbronn und der Raiffeisenbank Kieselbronn. Die Raiffeisenbank Kieselbronn hat diese sinnvolle Anschaffung des mitunter lebensrettenden Defibrillators großzügig mit 2.000 Euro unterstützt. Das DRK Ortsverein hat sich um die Konzeption und Beschaffung des Geräts mit Zubehör gekümmert und wird auch die Betreuung und Wartung übernehmen. Dafür von dieser Stelle aus nochmals herzlichen Dank an die Raiffeisenbank Kieselbronn und das DRK Ortsverein Kieselbronn.

Mit der Erneuerung der Wasserleitung, der Kanalisation sowie der Neugestaltung der Weiherstraße und der Neugestaltung der Gehwege und der Bushaltestellen sowie dem Einbau einer Querungshilfe in der Pforzheimer Straße konnten 2019 zwei große Straßen- und Tiefbaumaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Arbeiten für die sehr umfangreiche Maßnahme in der Weiherstraße konnten nach einer witterungsbedingten Pause im Frühjahr wieder aufgenommen werden. Die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe erfolgte im Mai 2019

In der Pforzheimer Straße galt es im Zusammenhang mit der Baumaßnahme der Baugenossenschaft Arlinger auf dem Gelände der ehemaligen Autohalle die Gehwege und die Bushaltestellen neu zu gestalten. In diesem Zuge hat der Enzkreis als zuständiger Straßenbaulastträger der Kreisstraße den Einbau einer Querungshilfe zur Verbesserung der Verkehrssicherheit insbesondere für die Fußgänger am Knotenpunkt Pforzheimer Straße/Bahnholzstraße/Reitergasse untersucht und schließlich auch veranlasst. In die beiden neuen Gebäude der Baugenossenschaft Arlinger, die sich dort hervorragend städtebaulich in die Umgebung einfügen, sind Anfang Oktober die ersten Mieter eingezogen. Ebenso hat die Bäckerei und das Cafè seinen Betrieb aufgenommen.

Die Gruppen aus dem Kindergarten Regenbogen waren aufgrund der großen Baumaßnahme am Stammhaus In den Essiggärten das ganze Jahr 2019 über in dem Übergangsquartier in der Eutinger Straße untergebracht. Während dieser Zeit wurde auf der Baustelle In den Essiggärten kräftig gearbeitet und die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Kindergarten Regenbogen vorangetrieben. Die aktuelle Kostenübersicht der Architekten zeigt eine Kostensteigerung auf rd. 3,5 Mio. Euro (ohne Mobiliar und Außenanlage). Dies entspricht im Vergleich zur Kostenberechnung vom Oktober 2018 einer Steigerung von 5,1 %. Dies darf angesichts der unvorhersehbaren Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Teilsanierung des Untergeschosses sowie der Schwierigkeiten bei den Ausschreibungen, bei denen aufgrund der guten Auslastung der Betriebe teilweise gar keine Angebote oder aber deutlich über der Kostenberechnung liegende Angebote abgegeben wurden, bis dato durchaus als Erfolg gesehen werden. Trotz vereinzelter Probleme mit einigen wenigen Handwerksbetrieben, die mitunter sehr wahrscheinlich Rechtstreitigkeiten nach sich ziehen werden, haben wir die Hoffnung, dass wir im Frühjahr 2020 den Umzug in den neuen Kindergarten vollziehen können. Noch nicht fertiggestellt sein werden dann aller Voraussicht nach jedoch die Außenanlagen.

An dieser Stelle danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde sowie des Kindergartenträgers für deren großes Engagement im Zusammenhang mit dem finanziell betrachtet größten Hochbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde Kieselbronn. Sie allen haben bisher einen großartigen Job gemacht und mit dazu beigetragen, dass der Umzug in das Übergangsquartier, die dortige Betreuung und auch der Bauablauf auf der Baustelle so gut und nahezu reibungslos verlief. Das alles musste zusätzlich zu der eigentlichen Arbeit gestemmt und erledigt werden. Dafür ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön!

Rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist das Buch „Kieselbronn – vor 100 Jahren und heute“ im J. S. Klotz Verlagshaus erschienen. Fotos des Fotografen Carl Fleury von 1912 wurden perspektivengenau von Dieter Eisenmann im Jahr 2019 nachfotografiert. Erläutert werden die Fotoseiten durch Texte von Kieselbronner Bürgerinnen und Bürgern. Das Buch umfasst 144 Seiten und ist im Querformat DIN A4 farbig gedruckt und für 20 Euro bei der Raiffeisenbank Kieselbronn, beim Elektrofachge­schäft Gloß und im Rathaus erhältlich. Die Verantwortliche des Fotobuchs Rolf Kugele, Dieter Eisenmann, Markus Mall und Rudolf Mehl haben vorgesehen, den Erlös analog dem Vorgängerprojekt vor zwei Jahren für Aufführungen des „Mobilen Theaters“ des Stadttheaters im Rahmen des Projekts „Theaterpädagogik z. B. im Pflegeheim oder der Grundschule zu verwenden.

Während des gesamten Jahres 2019 hatten uns über die genannten Maßnahmen hinaus mit vielen weiteren wichtigen Themen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesautobahn A 8 (Enztalquerung) zu beschäftigen, die in der Öffentlichkeit nicht in dem Maße wahrgenommen wurden, aber für die Gemeinde Kieselbronn von ganz erheblicher Bedeutung sind. Dabei geht es zum einen um die Abwasserbeseitigung zur Kläranlage nach Niefern sowie den Überlauf aus dem Regenrückhaltebecken Süd der Gemeinde.

Auch das Thema der Notwasserversorgung der Gemeinde ist im Zusammenhang mit dem Autobahnausbau zu klären. Die bisherige Verbindung nach Eutingen steht dem Ausbau und der Tieferlegung der Autobahn um ca. 11 m in diesem Bereich entgegen. Die Gemeinde hat deshalb mit den Stadtwerken Pforzheim nach einer sinnvollen und zukunftssicheren Alternative gesucht. Leider lässt sich der von den Stadtwerken nahe dem Gewerbegebiet Buchbusch geplante neue Wasserhochbehälter aus artenschutzrechtlichen Gründen nicht realisieren. Eine mögliche Alternative wird nun am Standort Hasenäcker südlich der Autobahn im Bereich des dort bereits vorhandenen Behälters untersucht. Nach den bisherigen Abstimmungsgesprächen mit den Stadtwerken Pforzheim könnte die Gemeinde Kieselbronn mit einer neu zu bauenden und von der Gemeinde zu finanzierenden Leitung über diesen Behälter im Notfall mit Eigenwasser der Stadtwerke Pforzheim versorgt werden.

Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Kiesel­bronn und Niefern-Vorort steht in der Baulast der Gemeinde Kieselbronn und soll während des Ausbaus der Autobahn sinnvollerweise als Baustraße genutzt werden. Hier habe ich beim RP Karlsruhe darauf gedrängt, dass sich der Bund im Anschluss an die Baumaßnahme an den Kosten der dann notwendigen Sanierung der Straße in ganz erheblichem Umfang beteiligt. Die diesbezüglichen nicht immer einfachen Gespräche mit den Verantwortlichen beim RP Karlsruhe sind sehr weit gediehen und bis dato konstruktiv und positiv verlaufen.

Lassen Sie mich nun einen Ausblick auf das Jahr 2020 geben.

Es ist durchaus üblich und wird ja fast schon erwartet, dass bei einer Veranstaltung wie der heutigen eine positive Grundstimmung für die Zukunft voller Zuversicht und Optimismus verbreitet wird.

Leider fällt mir dies nicht leicht und ich muss sie diesbezüglich möglicherweise auch enttäuschen. Wer mich kennt, weiß, dass ich für Transparenz, Ehrlichkeit und klare Worte stehe. Dementsprechend muss ich Ihnen mitteilen, dass es mir beim Blick in die Zukunft – und das nicht nur für unsere Gemeinde – nicht ganz wohl ist.

Lassen Sie mich dies erläutern und an dieser Stelle auf den im Dezember beschlossenen Haushalt des Landkreises eingehen.

Die absolute Summe der von den Enzkreisgemeinden an den Landkreis abzuführenden Kreisumlage beträgt mittlerweile rd. 78 Millionen Euro. Dies sind trotz der Absenkung des Hebesatzes von 27,15 % im Vorjahr auf nun 26,5 % in 2020 - immerhin einer der niedrigsten Hebesätze im Land - rd. 5,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und stolze 9 Millionen mehr als noch 2018.

Ursache hierfür ist die in Summe gestiegene Steuerkraftsumme 2018 aller Enzkreisgemeinden, die als Grundlage für die Berechnung der Kreisumlage 2020 dient. Lediglich zwei der 28 Enzkreisgemeinden haben eine geringere Steuerkraft 2018 als im Jahr davor. Während es bei einer dieser Gemeinden um eine nur sehr geringe Reduzierung geht, hat es für unsere Gemeinde deutliche Auswirkungen.

Nach 2015 hat die Gemeinde Kieselbronn erneut die geringste Steuerkraft je Einwohner aller 28 Enzkreisgemeinden. Aufgrund dieser Entwicklung und dem abgesenkten Kreisumlagehebesatz muss die Gemeinde Kieselbronn 2020 mit nur noch 952.198 Euro (Vorjahr 1.200.655 Euro) einen deutlich niedrigeren Betrag an den Kreis überweisen.

Gemessen am Gesamtbetrag des Kreisumlage­aufkommens entspricht dies einem Anteil von 1,24 %. Die absolute Steuerkraftsumme der Gemeinde Kieselbronn in 2018 liegt bei 3.593.201 Euro. Damit liegt die Gemeinde Kieselbronn als einzige Gemeinde im Enzkreis, also auch im Vergleich zu den ähnlich großen Gemeinden, unter dem Wert von 4 Millionen.

Im Erläuterungsbericht zur Jahresrechnung 2018 der Gemeinde Kieselbronn heißt es: „Mit einem veranlagten Betrag von nur noch 920.780 € ist diese wichtige Einnahmequelle der Gewerbesteuer im Vergleich zum Vorjahr um 51,2 % zurückgegangen. Und für das Jahr 2019 ist mit aktuell lediglich 586.830 Euro ein weiterer drastischer Einschnitt zu verzeichnen. Mit verantwortlich für diese Entwicklung ist neben dem allgemeinen Konjunkturrückgang auch die Verlagerung des Betriebssitzes eines ehemals „großen Steuerzahlers“ in eine andere Gemeinde.“

Da man sich auch in den anderen Enzkreisgemeinden auf eine Abkühlung der Konjunktur einstellt und es hierfür auch schon erste ganz konkrete Anzeichen gibt, gleichzeitig aber die Aufgaben beim Kreis und in den Kommunen keinesfalls weniger werden, blicke ich schon etwas sorgenvoll in die mittelfristige Zukunft.

Beim Kreis stehen große Investitionen an, beispielsweise in den Bereichen Gustav-Heinemann-Schule, Kliniken und Verwaltungs­gebäude, was sich sicherlich in Zukunft in der Kreisumlage niederschlagen wird.

Dazu erwarten wir für unseren Haushalt in Kieselbronn aufgrund gesetzlicher Vorgaben in verschiedenen Bereichen zusätzliche Kosten in Höhe von 70.000 bis 90.000 € pro Jahr. Also nicht einmalig – nein, jedes Jahr. Ich nenne hier beispielsweise die Bereiche Forst, Gutachteraus­schusswesen oder Kinderbetreuung.

Angesichts dieser Zahlen muss es uns allen klar sein, dass wir uns in Kieselbronn in nächster Zukunft darauf konzentrieren müssen, den bisher geschaffenen guten Standard im Bereich der kommunalen Pflicht­aufgaben und im Idealfall auch bei den Freiwilligkeitsleistungen zu halten. Das allein wir große Anstrengungen erfordern und es gibt darüber hinaus sicherlich keinen Spielraum für kostspielige Wünsche.

Das Augenmerk der Zukunft muss vor allem auf die Instand- und Werterhaltung unserer Infrastruktur im Ort gerichtet sein. Als Beispiele sind hier notwendige Maßnahmen an verschiedenen gemeindeeigenen Gebäuden wie der ehemaligen Schule im Reible, dem Feuerwehrgerätehaus und der Grundschule sowie die bereits in den Vorjahren finanziell eingeplante Erneuerung von Geräten auf unseren Spielplätzen zu nennen. Einen höheren Investitionsbedarf erwarten wir auch für die Regenrückhaltebecken (RÜB) Kieselbronn Nord und Süd. Für diese sind im Zuge der Neuerteilung der wasserrechtlichen Einleitungsgenehmigung entsprechende Auflagen zu erwarten, die den Einbau einer modernen und zeitgemäßen Steuer- und Regelungstechnik erforderlich machen. Ebenso werden in den nächsten Jahren Sanierungen an den Kanalleitungen im Ort in nicht unerheblichem Umfang erforderlich werden.

Darüber hinaus gilt es für die Pläne der Baugenossenschaft Familienheim Pforzheim zur Nachverdichtung der Wohnsiedlung Reible die notwendigen planungsrechtlichen und sonstigen Voraussetzungen zu schaffen. Hierfür wurde bereits ein städtebaulicher Vertrag ausgearbeitet, mit dem sich die Baugenossenschaft als Investor verpflichtet, sich an notwendigen Kosten der Infrastruktur in angemessenem Umfang zu beteiligen. In diesem Zusammenhang gibt es weitere zahlreiche spannende Themen wie nachhaltige Energieversorgung und nachhaltiges Mobilitätskonzept, die es bei der Planung in Abstimmung mit dem Investor möglichst zu berücksichtigen gilt.

Für den Gemeindewald steht im kommenden Jahr die so genannte 10-jährige Forstein­richtung an. Dabei gilt es unter Hinzuziehung externer Fachleute der ForstBW und unter Berücksichtigung des Klimawandels, der ökologischen Funktion des Waldes aber auch unter ökonomischen Gesichtspunkten die richtigen Ziele für die zukünftige Forstwirtschaft vor Ort zu definieren.

Dieser ehrliche Ausblick zeigt, wo die großen Themen und Schwerpunkte der nächsten Jahre liegen und macht deutlich, dass sehr wahrscheinlich schwierigere Zeiten auf uns zukommen und auch 2020 ein arbeits­reiches Jahr werden wird.

Ich würde auch viel lieber hier stehen und einen positiveren Ausblick geben. Wenn ich aber auf Land und Bund schaue, fehlt es mir am Glauben daran, dass es anders kommen wird. Denn auch die Entwicklung auf dieser Ebene bereitet mir mehr und mehr Sorgen. Zunehmend beobachte ich, dass unsere Parteien getrieben vom Werben um die Gunst der Wählerinnen und Wähler auf immer neue, teilweise absurde, oftmals aber sehr kostspielige Ideen für Programme, Initiativen und Gesetze kommen. Viele dieser Programme, Initiativen und Gesetze der jüngeren Vergangenheit basieren augen­scheinlich auf der Annahme dauerhaft hoher Steuerein­nahmen. Gleichzeitig aber werden auf allen Ebenen Entscheidungen getroffen, die unseren Standort und damit die Grundlage unseres Wohlstands schwächen. Dazu gehört beispielsweise auch, dass hier gut ausgebildete Fachkräfte in nahezu allen Bereichen ins europäische Ausland abwandern, sofern ihnen dies ihre persönliche Situation erlaubt. Als Beispiel können hier Ärzte und auch Pflegepersonal genannt werden, die häufig in die Schweiz, nach Skandinavien oder nach England abwandern.

Dies alles führt aus meiner Sicht zu einer folgenschweren Entwicklung an dessen Ende wir uns möglicherweise ein System erschaffen haben werden, das dann nicht mehr finanzierbar sein wird.

Bitte verstehen Sie mich jetzt nicht falsch. Ich möchte keinesfalls schwarzmalen und wünsche mir mit Ihnen, dass dieses Szenario nicht eintreten wird.

Mich hat dieser Tage eine bekannte und angesehene Mitbürgerin jenseits der 80 angesprochen und gesagt, sie könne es nicht nachvollziehen, dass unsere Gesellschaft zunehmend mit nichts mehr zufrieden ist und immer mehr einfordert. Zufriedenheit und Dankbarkeit mit dem, was geschaffen wurde und vorhanden ist, stellt sie so gut wie kaum noch fest!

Ich glaube, man darf oder sollte hierüber schon einmal nachdenken, steckt doch in dieser Aussage sehr wahrscheinlich mehr Wahrheit als vielen von uns lieb ist.

Es gehört zur guten Tradition, zum Neujahrsempfang der Gemeinde die Jugendlichen, die hier mit Hauptwohnsitz gemeldet und zwischen dem Neujahrsempfang des letzten Jahres und der heutigen Veranstaltung 18 Jahre alt geworden sind, einzuladen. Mit der nun erreichten Volljährigkeit beginnt für Euch ein neuer und spannender Lebensabschnitt. Es ergeben sich für Euch nicht nur eine Vielzahl von Rechten. Vieles wird nun vielleicht etwas ernster im Leben, gilt es doch in diesem Alter auch die Weichen für den weiteren Lebensweg und für ein erfolgreiches Berufsleben zu stellen. Zum heutigen Termin haben 35 Personen des Geburtsjahrgangs 2001 eine solche Einladung erhalten. Ich freue mich sehr darüber, dass wir heute von diesem Jahrgang doch eine größere Anzahl an Gästen begrüßen können. Insgesamt haben sich 12 unserer so genannten Jungbürger zur Veranstaltung angemeldet.

Wir dürfen freuen über die Anwesenheit von:

Daniel Kiefer
Valentin Ruf
Maurice Binder
Sophia Mall
Lukas Brecht
Maximilian Boßert
Nina Ressler
Hanna Steppuhn
Simon Fritz
Ronja Katz
Timo Löffler
Robin Kolonko

Gestattet mir eine Bemerkung: Ich bin 2001 nach Kieselbronn gekommen und habe deshalb aus dieser Zeit einige von Euch tatsächlich als Baby oder Kleinkind recht gut in Erinnerung. Wir freuen uns darüber, dass Ihr Euch für eine aus Eurer Sicht möglicherweise doch eher langweilig anmutenden Veranstaltung Zeit genommen habt. Als Dankeschön dafür möchte ich Euch ein kleines Präsent überreichen.

Es dürfte kaum jemand verwundern im Saal, wenn ich Ihnen jetzt verrate, dass auch 2019 zahlreiche Personen aus unserer Mitte bzw. Mitglieder unserer Vereine und Organisationen bei verschiedenen Wettbewerben großartige Erfolge erreicht haben. Diese besonderen Leistungen des letzten Jahres, welche die veröffentlichten Vorgaben für eine Ehrung im Rahmen des Neujahrsempfangs erfüllen, wollen wir wie immer jetzt nochmals kurz in Erinnerung rufen und diese damit würdigen und den erfolgreichen Personen damit unsere Anerkennung aussprechen.

Zu den erfolgreichen Athleten unserer Gemeinde im Jahr 2019 gehört Britta Tepe. Sie ist uns ja bereits als erfolgreiche Schwimmerin bekannt startet für die SSG Pforzheim. 2019 kamen zu den Schwimmerfolgen weitere als Leichtathletin hinzu. Die Liste der Erfolge von Frau Tepe ist so lang, dass ich mich jetzt bei der Aufzählung auf die ersten bzw. zweiten Plätze beschränke: Sie erreichte bei den internationalen Deutschen Masters Meisterschaften mit der Staffel der SSG Pforzheim vier zweite Plätze in den Disziplinen 4 x 200 m Freistil, 4 x 50 m Freistil, 4 x 50 m Lagen und 4 x 100 m Freistil.

Dazu hat sich Frau Tepe den ersten Platz bei den Baden-Württemberg­ischen Meisterschaften über 100 m Lagen erschwommen. Bei den gleichen Meisterschaften erreichte sie zudem den 2. Platz über 50 m und 100 m Schmetterling. Hinzu kommen noch erste Plätze mit der Staffel über 4 x 50 m Freistil und 4 x 50 m Lagen. Darüber hinaus gab es für Frau Tepe weitere dritte Plätze und Top-Platzierungen bei den verschiedenen Meisterschaften. In der Leichtathletik erreichte Britta Tepe bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften in Helmsheim den ersten Platz über 800 m, den zweiten Platz über 1.500 m und den 3. Platz über 400 m. Hinzu kommt der 9. Platz bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften über 1500 m.

Mit Valentin Ruf gibt es unter uns einen in mehreren Sportarten aktiven und talentierten Rollstuhlsportler. Im Bundesfinale Jugend trainiert für Paralympics in Berlin erreichte er im Rollstuhlbasketball mit seiner Mannschaft den 3. Platz. Beim internationalen Heidelberger Rollstuhlmarathon war er in der Disziplin Radsport Halbmarathon im Liegebike 1. Sieger mit einer Zeit von 46 Minuten und 8 Sekunden. Darüber hinaus war er auch in der Disziplin Ski alpin Riesenslalom Teilnehmer beim World Para Alpine Skiing Europacup im Pitztal in Österreich.

Lang ist wieder einmal die Liste der sportlichen Erfolge der Ringtennisathleten des TV Kieselbronn. Diese wussten den Heimvorteil bei den Deutschen Meisterschaften im Anfang September in Kieselbronn für gute Platzierungen zu nutzen. Zu den erfolgreichen Ringtennissportlern gehören:

  • Den 3. Platz im Doppel der Frauen 40 erreichte Andrea Kolonko und Petra Stöhrer
  • Die gleiche Platzierung im Doppel der Männer 40 erzielte Tobias Mezger.
  • Ebenfalls einen 3. Platz gab es für Cecile Binder und Chiara Baumann im weiblichen Doppel der Jugend 11 – 14.
  • Wulf Bangert wurde Vizemeister bei den Männern 40 im Einzel und bei den Männern 40 im Doppel Dritter.
  • Kim Hufnagel wurde Vizemeister bei den Männern 30 und bei den Männern im alternierenden Doppel Dritter.
  • Achim Schmied konnte sich über zwei Vizemeistertitel freuen: bei den Männern 40 im Doppel und im Mixed 40.
  • Martin Stalp erreichte bei den Männern 40 im Doppel ebenfalls den Vizemeistertitel
  • Ebenfalls den Vizemeistertitel erspielte sich Brit Abrecht im Mixed.
  • Deutscher Vizemeister der Männer im Einzel wurde Timo Hufnagel. Dazu erreichte er den 2. Platz im Mixed und den 3. Platz im alternierenden Doppel der Männer.
  • Rainer Hufnagel wurde im Einzel der Männer 50 Deutscher Meister. Mit seinem Doppelpartner erspielte er sich zudem bei den Männern 30 den 2. Platz.
  • Ebenfalls Deutsche Meister wurden im Doppel der Frauen 40 Ulrike Schmied und Carina Mezger. Carina Mezger erreichte zudem den 2. Platz im Mixed 40.
  • Deutsche Meister der weiblichen Jugend 15 – 18 im Doppel und im Doppel alternierend wurden Elisa Kolonko und Kaja Stöhrer. Elisa Kolonko erreichte zudem den 2. Platz im Mixed der Jugend 15 – 18 und den 2. Platz im Einzel der weiblichen Jugend 15 bis 18. Den Einzeltitel der weiblichen Jugend 15 – 18 erspielte sich Kaja Stöhrer.

Maßgeblich mitverantwortlich für diese großartigen Erfolge sind als Übungsleiter der Ringtennisabteilung Rainer und Timo Hufnagel.

Spitzenplätze hatten auch die Rollkunstläuferinnen des RRMSV Kieselbronn 2019 zu verbuchen:

  • Nadine Leicht

Bei der Deutschen Meisterschaft in Eppingen erreichte sie den 1. Platz im Pflichtwettbewerb im Einerlauf der Meisterklasse und den 3. Platz im Kürwettbewerb im Einerlauf Junioren. Dazu kommt der 1. Platz bei der Landesmeisterschaft in Lahr im Kürwettbewerb im Einerlauf Junioren.

  • Marie Suedes

Sie erreichte bei der Deutschen Meisterschaften in Eppingen den 2. Platz im Pflicht- und Kombinationswettbewerb im Einerlauf der Meisterklasse und den 1. Platz bei der Landesmeisterschaft in Lahr im Pflicht-, Kür- und Kombinationswettbewerb im Einerlauf der Meisterklasse.

  • Saskia Missoum

Bei der Europameisterschaft in Harsefeld lief sie auf den 3. Platz im Pflichtwettbewerb der Meisterklasse Damen. Bei der Deutschen Meisterschaft in Eppingen stand am Ende der Titel im Pflicht-, Kür- und Kombinationswettbewerb im Einerlauf Meisterklasse Elite.

Bei der Süddeutschen Meisterschaft in Dietz war es der 2. Platz im Pflichtwettbewerb der Meisterklasse Damen. Und bei der Landesmeisterschaft in Lahr erreichte sie den Titel im Pflicht-, Kür und Kombinationswettbewerb im Einerlauf Meisterklasse Elite.

Vom Trainerteam sind heute Sandra Bischoff und Carolin Bahnmüller anwesend.

Vom RSC 2000 Kieselbronn wurde bei den Deutschen Meisterschaften im Mai in Köln ein Team im 4er Einrad der Junioren in der offenen Klasse Deutscher Vizemeister.

Zu den erfolgreichen Einrad-Sportlern gehören:

  • Laura Katz
  • Ronja Katz
  • Hanna Steppuhn
  • Simon Fritz

Trainiert werden die erfolgreichen Radsportler von Werner Stieß (entschuldigt), Marion Burger (entschuldigt) und Petra Dombrowe.

Auch der TC 84 Kieselbronn hat 2019 mit sportlichen Erfolgen aufhorchen lassen.

Die Mannschaft Herren 50 konnte in beeindruckender Weise alle ihre Spiele gewinnen und steigt als Meister ihrer Klasse in die Bezirksklasse auf.

Die erfolgreiche Mannschaft setzt sich aus folgenden Tennsicracks zusammen:

  • Tobias Boßert
  • Ramon Demelbauer
  • Frank Dombrowe
  • Dirk Kopp
  • Martin Liebscher
  • Raphael Mergenthal
  • Martin Theilmann
  • Daniel Wagner
  • Ewald Wagner

Bei den Herren 70 waren zwei Mannschaften in ihren Klassen erfolgreich, indem auch sie jeweils alle ihre Spiele gewinnen konnten. Es sind die Teams Herren 70 (4er) und Herren 70 (Doppel). Bei den Herren 70 (4er) spielen 4 Spieler jeweils ein Einzel und dann werden noch 2 Doppel gespielt Bei den Herren 70 (Doppel) werden nur 4 Doppel gespielt.  Beide steigen durch den Erfolg nun in die 1. Bezirksliga bzw. 2. Bezirksliga auf.

Zu den beiden Teams gehören:

  • Bernd Hölle
  • Dieter Hölle
  • Kurt Kröner
  • Helmut Morlock
  • Peter Münch
  • Dieter Sacher
  • Horst Schroer
  • Dieter Tscheulin
  • Wolfgang Walter
  • Klaus Zorn

 Allen Tennisspielern wünschen wir auch in der neuen Spielklasse viel Erfolg.

Einen herausragenden Ausstellungserfolg im vergangenen Jahr vermeldete der Kleintierzüchterverein Kieselbronn. Am 14. und 15. Dezember 2019 fand in Karlsruhe die weltweit größte Rassekaninchenschau mit rd. 28.000 Tieren statt. Hartmut Flößer vom Kleintierzüchterverein Kieselbronn stellt dort 8 Tiere der Rasse Klein-Rexe luxfarbig in zwei Zuchtgruppen den Preisrichtern vor. Mit überragenden 386 Punkten und 2 x vorzüglich, 2 x sehr gut wurde er Deutsche Vize-Meister und ein Tier, das 97 Punkte erzielte, wurde als Bundessieger dieser Rasse ausgezeichnet. Für die weitere Zuchtgruppe wurden Herrn Flößer 382,5 Punkte zuerkannt. Hierfür erhielt er einen Ehrenpreis. Bereits Im Januar 2019 wurde Hartmut Flößer mit seinen Tieren auf der Badischen Landesschau Badischer Meister.

Freiwillige Feuerwehr Kieselbronn

Die Einrichtung einer Freiwilligen Feuerwehr ist eine gesetzlich verpflichtende Aufgabe für die Gemeinde. Hierbei handelt es sich um die einzige auf dem Ehrenamt basierende kommunale Pflichtaufgabe. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in Kieselbronn eine überaus leistungsfähige und gut ausgebildete Wehr mit einer zudem zukunftsfähigen Altersstruktur haben. In den letzten Jahren konnte durch regelmäßige Übergänge aus der Jugendabteilung die Einsatzabteilung stetig gestärkt werden. Das verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung der Jugendarbeit auch bei dieser wichtigen kommunalen Einrichtung.

Im letzten Jahr hatte unsere Wehr zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Vermehrt mussten die Kameradinnen und Kameraden zu Unwettereinsätzen ausrücken. Im November wurden sie zu einem Kaminbrand in der Weiherstraße gerufen. Dieser wurde von einem in der Nachbarschaft wohnenden und aufmerksamen Feuerwehrmann zu einem Zeitpunkt entdeckt, dass durch die rechtzeitige Alarmierung durch die Einsatzkräfte größerer Schaden hat verhindert werden können. Angesichts solcher Szenarien ist es mir ein wichtiges und persönliches Anliegen, mich heute im Rahmen des Neujahrsempfangs stellvertretend bei einigen Kameraden für deren langjährigen Einsatz bei unserer Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn öffentlich und damit deutlich sichtbar zu bedanken.

Unsere Feuerwehrleute aber ebenso die Mitglieder des DRK Ortsverein Kieselbronn in unserer Gemeinde sorgen für Sicherheit und lassen uns im Bewusstsein, dass sie im Notfall jederzeit für uns da sind, ruhig schlafen.

Die Bedeutung der Jugendarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn habe ich bereits hervorgehoben. Ich freue mich, dass diese Arbeit in vielfacher Hinsicht Früchte trägt. Unsere Jugendfeuerwehr hat beim Pokalwettkampf des Jugendfeuer­wehrverbands Enzkreis im Juli 2019 in Diefenbach in der Wertungs­kategorie „Staffel“ den 1. Platz erreicht. In diesem Wettbewerb treten alle 28 Jugendfeuerwehren im Enzkreis gegeneinander an. Dabei wird das Wissen und Können der Teilnehmer in den Kategorien Knoten, Erste Hilfe, Löschangriff und in einem Theorietest abgeprüft. In der Wertungskategorie „Staffel“ traten insgesamt 7 Teams gegeneinander an. Zur erfolgreichen Staffel der Kieselbronner Jugendfeuerwehr gehören:

  • Jonas Brecht
  • Lukas Brecht
  • Patric Gloß
  • Janick Landschulz
  • Julian Kopp
  • Katharina Ruf
  • Jannik Schlegel
  • Sebastian Steppuhn

Betreuer sind Christian Kutschera, André Gloß, Christian Killinger und Jasmin Weber

Vom Land Baden-Württemberg in Person des stellver­tretenden Kreisbrandmeisters Manfred Wankmüller wurden bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kieselbronn im Dezember 2019 einige Kameraden für ihren langjährigen aktiven Dienst in der geehrt.

Für 25 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst wurden ausgezeichnet

  • Manuel Breusch und
  • Zlatko Prnjarovac

Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden ausgezeichnet

  • Stefan Jerge

Sehr verehrte Gäste,
diesen, unseren Feuerwehrleuten, gebührt unser aller Dank für ihren langjährigen Einsatz bei uns vor Ort.

Sehr verehrte Gäste,

die Veranstaltung am heutigen Vormittag bildet für uns den würdigen und auch feierlichen Rahmen, um den freiwilligen Blutspendern in unserer Gemeinde gemeinsam mit dem DRK Ortsverein Kieselbronn öffentlichkeitswirksam für ihre langjährige Spendenbereit­schaft Dank zu sagen.

Für jeweils 10 Blutspenden erhalten heute die Blutspender-Ehrennadel in Gold

  • Karlheinz Breidenbach und
  • Irene Schüle

Für 25 Blutspenden erhält die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 25

  • Christian Killinger
  • Franziska Schwab (entschuldigt)

Für 50 Blutspenden erhält die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 50

  • Christoph Herwig

 

Ich danke den geehrten Blutspendern auch im Namen des DRK Ortsverein Kieselbronn für die geleisteten Spenden, mit denen sie einen ganz wichtigen Beitrag geleistet haben, um Leben zu retten. Damit verbinde die Hoffnung, dass durch diese positiven Beispiele auch andere für das Thema Blutspenden sensibilisiert werden. Es wäre schön, wenn die regelmäßigen Blutspendeaktionen des DRK Ortsverein Kieselbronn in Kieselbronn und Dürrn für die Abgabe von Blutspenden etwas mehr Zuspruch erfahren würden. Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Ab dem 18. Geburtstag – d. h. die Jugendlichen des Jahrgangs 2001 sind alle potentielle Erstspender! Ich würde mich sehr freuen, einige Vertreter dieses Jahrgangs beim nächsten Blutspendetermin zu treffen.

Gerade in Anbetracht der wenig rosigen Aussichten für die nächste Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen ist es mir persönlich ein ganz großes Anliegen, mich bei allen zu bedanken, die sich in unserer Gemeinde ehrenamtlich einbringen und engagieren

Dieses großartige ehrenamtliche Wirken in unserem Ort ist und bleibt das unverzichtbare, einzigartige und überaus wertvolle Element in unserer Gemeinschaft, das Kieselbronn noch immer besonders liebens- und lebenswert macht. Allen Menschen, die dazu beitragen, spreche ich von ganzem Herzen meinen Dank und meine Anerkennung für die vielfältige und großartige Arbeit aus.

Ich werde nicht müde und betone dies immer wieder aufs Neue; hier beim Neujahrsempfang aber auch darüber hinaus. Denn genau das ist das Pfund, das wir schwierigen Zeiten entgegensetzen können.

Die Identifikation und der Zusammenhalt sind Tugenden, die uns in dieser Situation stark machen können. Hierzu bedarf es aber auch des Verständnisses, der Rücksicht und der Toleranz für die Belange andere in unserem Gemeinwesen. Dazu gehören auch der Respekt und die Wertschätzung anderen gegenüber. Gerade in diesen Bereichen sehe ich leider auch eine bedenkliche Entwicklung in der Gesellschaft, die mir nicht gefällt.

Ich nenne hier drei Bereiche aus dem Alltag, die dies verdeutlichen. Auch wenn manch einer jetzt sagen mag, dass das überzogen ist, Für mich wird durch diese vermeintlich kleinen Beispiele durchaus der zunehmende Egoismus im Alltag sichtbar.

Als erstes nenne ich hier die Vermüllung von öffentlichen Plätzen. Das extremste Beispiel war wieder einmal am 1. Januar 2020 zu sehen. Während viele Menschen ihre Hinterlassen­schaften aus der Silvesternacht ordnungsgemäß entsorgen, gibt es eine zunehmende Anzahl an Leuten, die offensichtlich der Meinung sind, dass sich da andere drum kümmern sollen. Nachdem ich dann am 2. Januar 2020 die Situation in Pforzheim gesehen habe, bin ich für mich persönlich zu der Überzeugung gelangt, dass das allein schon Grund genug wäre, das Böllern zu verbieten.

Ähnlich verhält es sich auf dem Häckselplatz. Statt dankbar zu sein, diese frei zugängliche Einrichtung zur Entsorgung von Gras- und Grünschnitt vor Ort zu haben und sich an die vom Landkreis dort vorgegebenen Regeln zu halten, gibt es Zeitgenossen, die das einfach nicht zu interessieren scheint.

Ein besonderes großes Ärgernis stellt für mich und auch für viele andere das rücksichtslose Parken im Ort dar. Es werden beispielsweise die allein für die Fußgänger vorgesehenen Gehwege derart zugeparkt, dass diese nur noch eingeschränkt oder gar nicht genutzt werden können. Das ist für mich eine rücksichtslose Gefährdung, wenn Fußgänger, insbesondere Kinder, vom Gehweg auf die Straße ausweichen müssen. Gleiches gilt, wenn durch parkende Fahrzeuge andere Fahrzeuge, insbesondere Rettungsfahrzeuge behindert werden.

Passend dazu kommt hinzu, dass es zunehmend auch bei uns in Kieselbronn Leute gibt, die Beschränkungen für andere fordern, die aber für sie selbst selbstverständlichen nicht gelten sollen. Sie glauben gar nicht, auf welche teilweise haarsträubenden Ideen manche kommen.

Ein Gemeinwesen und Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn sich alle an die Regeln halten, sich gegenseitig Respektieren, wertschätzen und aufeinander Rücksicht nehmen.

Ich gehe davon aus, dass die allermeisten unter Ihnen meine Meinung teilen und sich auch an den genannten Beispielen stören. Deshalb möchte ich Sie alle bitten, ein solches Fehlverhalten eben nicht in der Anonymität der Masse untergehen zu lassen. Denn hier würde jeder von uns an der falschen Stelle Toleranz walten lassen. Es lohnt sich für uns alle, die Betreffenden freundlich und höflich auf ein entsprechendes Fehlverhalten anzusprechen. Auch wenn man vielleicht mal im ersten Moment eine unpassende Antwort bzw. Reaktion erhält, habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele darüber nachdenken und dann durchaus Einsicht und Verständnis zeigen. Vielleicht mit etwas zeitlichem Abstand auch die, die zunächst barsch und ablehnend reagiert haben.

Dass es auch miteinander geht und sich daraus auch ein echter Mehrwert ergeben kann, zeigen mir zwei Beispiele von Vereinen, die sich jüngst gegenseitig geholfen haben. Der Fußballverein baut ja bekanntlich seine Kegelbahn um. Aufgrund der Baustelle fehlte es an Räumlichkeiten für die Proben der Theatergruppe. Soweit mir bekannt, hat der Kleintierzüchterverein der Theatergruppe dafür sein Vereinsheim angeboten. Der Weihnachtsmarkt verlief angesichts des Wetters leider nicht so, wie sich das alle gewünscht hatten. Die Gugge Gaiße haben deshalb für ihren erfolgreichen Silvestertreff anderen Vereine Würste und Glühwein abgenommen und bezahlt. Ich gehe davon aus, dass es noch viele weitere solcher Beispiele gibt, die mir nicht bekannt sind, die aber genau das Ausmachen, was uns in Kieselbronn Besonders macht - miteinander füreinander zu agieren und eben nicht gegeneinander und nur jeder für sich!

Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde für deren großen Einsatz und für ihr Engagement im vergangenen Jahr.

Meinen Dank richte ich auch an die Damen und Herren des Gemeinderats für die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und ganz besonders für den Umgang und die immer faire und angenehme Atmosphäre am Ratstisch und auch darüber hinaus. Ich bin sehr zuversichtlich und sicher, dass sich dies auch mit dem neuen Gemeinderat in dieser Form fortsetzen wird.

Besonders bedanke ich mich bei den Mitarbeitern, die zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der heutigen Veranstaltung betraut waren. Herzlichen Dank an Sie Frau Weindorf und Herr Werner sowie an die am Aufbau beteiligten weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Abschluss danke ich nochmals dem Chor Komet unter der Leitung von Mark Ayzikov für die gelungene gesangliche Umrahmung des heutigen Vormittags. Vielen herzlichen Dank!

 

Schließen möchte ich meine heutigen Ausführungen mit den Worten von Mahatma Gandhi, die man sich durchaus für 2020 zu Herzen nehmen darf.

„Es gibt wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“ Mahatma Gandhi (1869-1948)

 Mahatma Gandhi lebte von 1869 bis 1948. Man bedenke also, zu welcher Zeit er sein Zitat geprägt hat. Ich frage mich, was er wohl zu der heute überaus hektischen Zeit in der wir leben und die wir womöglich als ganz normal empfinden, sagen würde?

 Ich denke wenn wir uns das Zitat von Mahatma Gandhi für 2020 zu eigenen machen und mit den Vorsätzen verbinden, in manchen Situation offener und geduldiger im Umgang miteinander zu sein, dann gewinnt jeder Einzelne von uns in diesem Jahr ein Stück Lebensqualität!

Sehr verehrte Gäste,

tragen Sie bitte durch Ihr Engagement weiter dazu bei, dass wir in Kieselbronn auch die kommenden Jahre trotz der vielleicht schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich gestalten können!

Sehr verehrte Gäste,

ich wünsche Ihnen, dass Sie persönlich gut und erfolgreich durch das Jahr 2020 kommen. Machen wir uns mit unserem Gemeinwesen in Kieselbronn 2020 wieder miteinander füreinander auf den gemeinsamen Weg. Lassen Sie uns dabei bitte alle das gleiche Ziel im Blick haben und möge jeder durch seine Arbeit und sein Zutun einen Mosaikstein zum Erreichen dieses Ziels beitragen.

Im Anschluss an den Liedbeitrag des Kometen lade ich Sie im Namen der Gemeinde herzlich ein, gemeinsam auf das Jahr 2020 anzustoßen und noch einige Zeit bei interessanten und kurzweiligen Gesprächen hier in der Festhalle zu verbringen. (Fotos: Manfred Schott)


Veröffentlicht am Donnerstag, 9. Januar 2020