Richtfest für die neue Kindertagesstätte „Regenbogen“


Ein Tag der Freude für Kieselbronn war das Richtfest für die neue Kindertagesstätte „Regenbogen“ am alten Standort.  

„Ein Projekt dieser Größenordnung ist für eine Gemeinde wie Kieselbronn etwas ganz besonderes. Mit voraussichtlich knapp 3,3 Millionen Euro Baukosten ist es wohl das größte Hochbauvorhaben in ihrer Geschichte überhaupt“. Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Heiko Faber rund 80 Gäste zum Richtfest des neuen Kindergartens. Ein imposantes Bauwerk ist auf den erweiterten Grundmauern des bisherigen Kindergartens „Regenbogen“ in den Essiggärten emporgewachsen. Unter den Gästen waren unter anderem die Planer und Baufirmen, Gemeinderäte und Kirchengemeinderäte sowie Pfarrer Markus Mall, Mitarbeiter der Gemeinde und die Vertreterinnen des Kindergartens sowie des Elternbeirats. Auch die Nachbarn im Umfeld der großen Baustelle hieß Faber besonders willkommen.
 
Bürgermeister Faber erinnerte daran, dass der ehemals Evangelische Kindergarten 1974 errichtet wurde. Eine bauliche, energetische und akustische Sanierung sei notwendig geworden, auch um eine moderne Pädagogik gewährleisten zu können. Auch habe eine Erweiterung im Raum gestanden. Ende 2015 habe sich der Gemeinderat für die Beibehaltung des bisherigen Standortes entschieden. Daraufhin habe die politische Gemeinde den Kindergarten „Regenbogen“ von der Kirchengemeinde erworben, die weiterhin Träger der Kinderbetreuung bleibt. 

Es wurden ausführliche Untersuchungen zur größtmöglichen Autarkie in der Energieversorgung des neuen Kindergartens vorgenommen, um in das Förderprogramm Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte aufgenommen zu werden. Dies wurde wegen des vergleichsweise zu geringen Projektumfangs abgelehnt. 

Durch die Planung der Architekten Ulrich Homfeld und Stefan Schwarz und ihres Teams vom Planungsbüro „element 5“ in Karlsruhe sei in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung, dem Kindergarten und dem Gemeinderat ein modernes und innovatives Konzept entstanden für eine Betreuungseinrichtung, in der sich die Kleinsten im Ort wohlfühlen. „Sie werden ein wohlbehütetes Nest erhalten, wo ihnen die Grundlagen für das Leben vermittelt werden“, so Faber. 
Es werden künftig, wohl ab der Jahreswende, Räumlichkeiten für vier Ü-3-Gruppen und eine U-3-Gruppe zur Verfügung stehen. Finanziell gefördert wird das Bauvorhaben durch das Landessanierungsprogramm und einen Zuschuss aus dem Programm „Energieeffizientes Bauen“ mit insgesamt 1,28 Millionen Euro.

Wie Architekt Ulrich Homfeld berichtete, wurde Ende November 2018 mit den Abbrucharbeiten durch die Oettinger GmbH, Malsch, begonnen. Die einheimische Bauunternehmung von Bernd Brett baute danach bis zum Erdgeschossfußboden wieder alles nach neuer Planung auf. In den vergangenen vier Wochen leisteten die Mannen der Zimmerei Pfeiffer aus Sachsenheim mit dem Rohbau in Holzrahmenkonstruktion Präzisionsarbeit. Mit ihrem Richtspruch, vorgetragen von Armin Pfrommer, wünschten sie allen am Bau Beteiligten Glück und Segen und nach dem Hochruf: „Das Glas zersplittere im Grund, geweiht sei dieses Haus zur Stund“. 

Text und Fotos: Schott

Veröffentlicht am Dienstag, 7. Mai 2019

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