Mittwoch, 28. Juni 2017, 19:00 Uhr

Sitzung des Gemeinderats am 28. Juni 2017

In der Sitzung des Gemeinderats am 28. Juni 2017 wurden folgende Themen behandelt:
Wasserversorgung Kieselbronn; Sachstandsbericht der Stadtwerke Pforzheim zu den Druckproblemen in der Hochzone des Wassernetzes
Bürgermeister Heiko Faber informierte bereits in der vorangegangenen Sitzung am 31. Mai 2017 darüber, dass es seit Ende Mai zeitweise zu Problemen mit einem teilweise stark schwankenden Druck in den Hochzone des Kieselbronner Wasserversorgungsnetzes kommt.
Nach intensiver Ursachenforschung durch die betriebsführenden Stadtwerke Pforzheim (SWP) und die Bodensee-Wasserversorgung (BWV), von welcher die Gemeinde Kieselbronn ihr Trinkwasser vollständig bezieht, wurde dem Gemeinderat gegenüber ein Sachstandsbericht von Ulrich Waibel, Betriebsleiter Gas- und Wasserversorgung der SWP, abgegeben. Zunächst zeigte Waibel die Aufteilung des Wassernetzes in Hoch- und Tiefzone auf und erläuterte dann die durchgeführten Untersuchungen zur Lokalisierung der Ursache der Druckprobleme. Drei Faktoren sind nach diesen Ausführungen ausschlaggebend und für die Druckschwankungen verantwortlich: Zum einen verzeichnet die Bodensee-Wasserversorgung höhere Wasser-Abnahmemengen als in der Vergangenheit zu dieser Jahreszeit. Viele Kommunen müssen aufgrund des tiefen Grundwasserspiegels derzeit deutlich mehr Bodenseewasser beziehen als in der Vergangenheit üblich, weil die eigenen kommunalen Quellen bereits ganz oder teilweise trocken gefallen sind. Diese Tatsache führt zu geringeren und nicht konstanten Druckverhältnissen im insgesamt über 1.700 km langen Leitungsnetz der BWV. Die zweite Ursache der Druckprobleme ist eine Folge der niedrigeren Druckverhältnisse und der Ansatzpunkt zur Problemlösung: Im Jahr 1988 hatte sich die Gemeinde in Abstimmung mit der BWV dafür entschieden, eine kostengünstige Variante zur Sicherstellung der Druckverhältnisse in der Hochzone zu wählen. Entgegen der sonst üblichen Praxis wird das Trinkwasser an der Übergabestelle im Wasserturm direkt in das örtliche Versorgungsnetz eingespeist, wo ein Druckminderer eingebaut ist. Diese technische Einrichtung ist notwendig, da Hausinstallationen auf einen maximalen Druck von 6 bar ausgelegt sind, welcher ohne Minderung bei entsprechend tiefer Lage überschritten werden würde. Aufgrund dieser technischen Lösung konnte vor rund 30 Jahren eine hohe Investition in eine Druckerhöhungsanlage vermieden werden. Üblicherweise wird in den meisten Kommunen das Bodenseewasser zunächst in einem Wasserbehälter übernommen und von dort ins örtliche Versorgungsnetz verteilt. Als dritter Faktor wurden hohe Wasserabnahmemengen im Ort festgestellt, die ihre Spitzen in den Morgen- und Abendstunden haben, in welchen dann die extrem niederen Druckverhältnisse aufgetreten sind.
Die unvorhergesehenen Probleme mit den Druckschwankungen verdeutlichen den dringlichen Handlungsbedarf. Die Stadtwerke Pforzheim empfehlen die Beauftragung eines Fachbüros zur Erstellung eines Konzeptes zur langfristigen Sicherung der Wasser- und Löschwasserversorgung in Abstimmung mit der Bodensee-Wasserversorgung und den Stadtwerken Pforzheim. Zu einem entsprechenden Fachbüro wurde durch die Verwaltung bereits Kontakt aufgenommen. Die Beauftragung einer Konzeptionsentwicklung unter Berücksichtigung sämtlicher Einflussfaktoren soll möglichst in der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 26. Juli 2017 erfolgen.
 
Erneuerung der Walterstraße im Sanierungsgebiet Ortskern II;  Beratung und Beschlussfassung über die Festlegung von Baumstandorten
Nach Anregungen aus der Mitte der Grundstückseigentümer und der Anwohner hatte sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, im Zuge der derzeit laufenden Erneuerung der Walterstraße im Sanierungsgebiet Ortskern II Baumstandorte vorzusehen. Die Verwaltung hat daher alle Anlieger angeschrieben, um eine Abstimmung herbeizuführen, welche letztendlich unter Einbeziehung der direkten Grundstückseigentümer zur Festlegung der gefundenen beiden Standorte führte.
Der Gemeinderat legte die beiden abgestimmten Baumstandorte vor den Anwesen Walterstraße 46 und 62 durch einstimmigen Beschluss fest. Im Zuge der Neuanlage eines Hausgartens nach Abbruch des abgängigen Bestandsgebäudes Walterstraße 34 könnte hier auf Privatfläche in Abstimmung mit dem Eigentümer ein weiterer Baum gepflanzt werden, der das Straßenbild abrunden würde.
 
Auftragsvergabe zur Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung in der Turn- und Festhalle
Nach Durchführung einer beschränkten Ausschreibung durch das beauftragte Ingenieurbüro wurden die Arbeiten zur Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung in der Turn- und Festhalle einstimmig an den günstigsten Bieter, die Firma ELOTEC, Elektro Gellert GmbH aus Pforzheim zum Angebotspreis von 49.390,41 € (brutto) vergeben. Die Arbeiten werden in den Sommerferien ausgeführt.
 
Wiedernutzbarmachung des nicht mehr bewohnbaren Gebäudeteils Nieferner Straße 2/1 (Schafhaus); Auftragsvergabe Maler- und Tapezierarbeiten
Auch die Maler- und Tapezierarbeiten im Zuge der Wiedernutzbarmachung des nicht mehr bewohnbaren Gebäudeteils des Schafhauses wurden nach beschränkter Ausschreibung einstimmig an den günstigsten Bieter vergeben. Die Firma Maler Metzger GmbH aus Mühlacker erhielt den Auftrag zum Angebotspreis von 48.911,15 € (brutto).
 
Entscheidung über die Annahme von Spenden und Zuwendungen
Dankend nahm der Gemeinderat durch einstimmigen Beschluss eine Sachspende im Wert von rd. 120,00 € von Marina Schiller im Zusammenhang mit den Projekttagen der Grundschule an.